Rund um die Hemker Straße Bramsche: Bürgerinitiative gegen hohe Verkehrsbelastung

Auch ein Problempunkt an der Hemker Straße: Der Bahnübergang mit dem Abzweig zum Grünabfallsammelplatz. Archiv-Foto: Heiner BeinkeAuch ein Problempunkt an der Hemker Straße: Der Bahnübergang mit dem Abzweig zum Grünabfallsammelplatz. Archiv-Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Anwohner von Hemker Straße, Goethe- und Schubertstraße in Bramsche haben eine Bürgerinitiative gegründet, um gemeinsam gegen das hohe Verkehrsaufkommen vorzugehen.

„Wir wollen im Verkehrswegeplan auf der Prioritätenliste stehen“. In diesem Punkt waren sich die Mitglieder der Initiative Hemker Straße/Goethestraße/Schubertstraße einig. Dem Aufruf zur Informationsveranstaltung folgten viele Anwohner der betroffenen Straßen und gaben ihre Unterschrift für eine Petition. Einige versuchen bereits seit Jahren, eine Entlastung der betroffenen Bereiche zu erwirken. „Die Stadt hilft uns nicht“, brachte eines der Gründungsmitglieder, Jürgen Wermeyer, das Problem aus Sicht der Anwohner auf den Punkt. Zwar sei die Hemker Straße dafür ausgelegt, Verkehr aufzunehmen, aber die Grenze des Zumutbaren sei nun weit überschritten. Selbst eine von der Stadt Bramsche 2002 in Auftrag gegebene Expertise, die vor einem zu hohen Verkehrsaufkommen warnte und insbesondere für die Hemker Straße eine dringend erforderliche Entlastung empfahl, werde „konsequent ignoriert“.

Bislang keine Lösungsvorschläge

Im Wahlkampf sei sich die Politik über die katastrophale Verkehrssituation einig gewesen. Echte Lösungsvorschläge zur Entlastung der betroffenen Bereiche habe es bisher aber nicht gegeben. Anwohner berichten von Lkw-Fahrern, die regelmäßig und konsequent das Durchfahrtverbot ignorieren. „Unsere eigenen repräsentativen Verkehrsüberprüfungen belegen dies“, berichtete Manfred Endler. Auch Gefahrguttransporter seien gesichtet worden. Die bauliche Erschließung von Hemke I, II und III, weitere wohnbauliche Maßnahmen sowie die Entwicklung des Industriestandortes Achmer ohne entsprechende Entlastungsstraßen hätten das „Verkehrschaos“, wie die Initiative formuliert, zusätzlich verstärkt.

Angst um Kinder

„Ich habe Angst, mit meinen Kindern über die Straße zu gehen“, so eine Anwohnerin aus der Schubertstr. Viele Autofahrer hielten sichnicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Bei der Stadt sei sie mit ihren Sorgen allerdings abgewiesen worden.

„Die Stadt muss unsere Probleme ernst nehmen und zukunftsorientierte Lösungsvorschläge machen“, sagte Volker Voigt. Die Anwohner seien nicht dafür zuständig, die Arbeit der Politik zu übernehmen. „Wir können nur darauf aufmerksam machen, dass sich die Lebensqualität in unseren Straßen sehr verschlechtert hat.“ Nicht zuletzt die Umleitung über die bereits stark belasteten Gebiete während der Sanierungsmaßnahmen an der Kreisstraße zwischen Pente und Achmer verschlimmere die Wohnsituation. „Sie gibt auch einen Vorgeschmack auf die Zukunft, wenn sich hier nichts ändert.“

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