Baubeginn im Februar? Ministerin Rundt bringt Zusage für Bramscher Krankenhaus

Von Hildegard Wekenborg-Placke

Allgemeine Freude über den Bescheid aus Hannover: von links: CDU-MdL Clemens Lammerskitten, Niels-Stensen-Geschäftsführer Werner Lullmann, Verwaltungsleiterin Gudula Tiemann, Ministerin Cornelia Rundt, Innere-Chefarzt Peter Mailänder, SPD-Landtagskandidat Guido Pott, Bürgermeister Heiner Pahlmann, Pflegedirektorin Marlies Herzog, Psychiatrie-Chefärztin Yvonne Walonka, Mitarbeitervertreterin Petra Rehling und Erster Stadtrat Ulrich Willems. Das Foto entstand im Bereich des künftigen HaupteingangsFoto: Hildegard Wekenborg-PlackeAllgemeine Freude über den Bescheid aus Hannover: von links: CDU-MdL Clemens Lammerskitten, Niels-Stensen-Geschäftsführer Werner Lullmann, Verwaltungsleiterin Gudula Tiemann, Ministerin Cornelia Rundt, Innere-Chefarzt Peter Mailänder, SPD-Landtagskandidat Guido Pott, Bürgermeister Heiner Pahlmann, Pflegedirektorin Marlies Herzog, Psychiatrie-Chefärztin Yvonne Walonka, Mitarbeitervertreterin Petra Rehling und Erster Stadtrat Ulrich Willems. Das Foto entstand im Bereich des künftigen HaupteingangsFoto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Jetzt ist es offiziell: Die Niedersächische Sozialministerin Cornelia Rundt hat am Mittwochnachmittag, 11. Oktober 2017, in den Bramscher Niels-Stensen-Kliniken die Investitionszusage für die mit 15,5 Millionen veranschlagte Sanierung des Krankenhauses überbracht.

Seit Anfang der Zweitausender Jahre wartet man in der Tuchmacherstadt auf Geld aus Hannover für die überfällige Sanierung der Klinik.„2014 stand es dann einmal ganz schlecht“, erinnerte Niels-Stensen-Geschäftsführer Werner Lullmann an den Sommer, als zeitweise sogar eine Schließung der Klinik im Raum stand. Es folgte- auch auf Wunsch aus Hannover - eine Umstrukturierung der Klinik in Richtung Psychiatrie, Psychosomatik und Innere Medizin, die in Bramsche teilweise „mit Zähneknirschen“ aufgenommen worden sei. Inzwischen könne man feststellen, „die Entwicklung war richtig. Wir sind voll. Ja, man kann sagen, hier wird kein Bett mehr kalt“. Mit der Baumaßnahme werde das Haus noch attraktiver, sodass der Träger eine „gute Basis für die Zukunft“ sehe.

Ministerin Rundt erinnerte an die konstruktiven Gespräche, die der Umstrukturierung und jetzt der Investitionszusage vorangegangen seien. Die positive Entwicklung und anstehende Sanierung der Klinik sicherten zahlreiche Arbeitsplätze bei einem der „großen Arbeitgeber vor Ort und bedeuteten eine gute Perspektive für die medizinische Versorgung der gesamten Region.

Pahlmann: Guter Tag für Bramsche

„Ein guter Tag für Bramsche“, freute sich Bürgermeister Heiner Pahlmann, dass das Millionen-Euro-Projekt „in Sack und Tüten“ sei. Damit würden endgültig die Arbeitsplätze der Mitarbeiter gesichert, die in den vergangenen Jahren extrem viel Einsatz und Flexibilität gezeigt hätten.

„Wohl kein Projekt hat so lange auf der Liste gestanden wie Bramsche“ bemerkte CDU-MdL Clemens Lammerskitten. Dabei sei es den politischen Vertretern der Region parteiübergreifend immer klar gewesen, „dass der Standort erhalten bleiben muss“. Dass in Bramsche Einigkeit zwischen allen Beteiligten beherrscht habe, habe sicherlich zum positiven Abschluss beigetragen, sagte Lammerskitten, der der Ex-Landtags- und neuen Bundestagsabgeordneten Filiz Polat von den Grünen ausdrücklich für ihr Engagement dankte.

Polat, die an der Runde wegen Verpflichtungen in Berlin nicht teilnehmen konnte, äußerte inzwischen ihre Freude über die Entwicklung. Die Investitionen trügen dazu bei, „den von der schwarz-gelben Vorgängerregierung verursachten Investitionsstau abzubauen und zeigen, dass rot-grüne Regierungsverantwortung in Niedersachsen wirkt.“

Ein langer Prozess habe erfolgreich abgeschlossen werden können, befand auch SPD-Landtagskandidat Guido Pott. „Dass ist wichtig für die Region, und das ist wichtig für den Landkreis“.

Baulärm: Wir freuen uns auf den Baulärm

Nach der Übergabe der Zusage für die „bauliche Umsetzung der Neuorientierung der Niels-Stensen-Kliniken Bramsche“, hofft Verbund-Geschäftsführer Lullmann die Gespräche mit den Kredit gebenden Banken noch in dieser Woche abschließen zu können. Der Träger muss die Maßnahme zunächst vorfinanzieren. Das Land übernimmt dann Zinsen und Tilgung. Mit der Sanierung, im Zuge derer unter anderem der Haupteingang an den Poggenpatt verlegt werden soll, könnte dann im Februar begonnen werden. „Wir freuen uns auf den Baulärm“, meinte Petra Rehling von der Mitarbeitervertretung.


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