Ratsausschuss tagt Zweigeschossiger Anbau an Bramscher Schulgebäude?

Von Hildegard Wekenborg-Placke

Parallel zur Heinrichstraße soll eine Erweiterungsbau für Haupt- und Realschule entstehen. Dieser erste Entwurf ging noch von einem eingeschossigen Anbau aus. Grafik: Stadt BramscheParallel zur Heinrichstraße soll eine Erweiterungsbau für Haupt- und Realschule entstehen. Dieser erste Entwurf ging noch von einem eingeschossigen Anbau aus. Grafik: Stadt Bramsche

Bramsche. Bekommt das städtische Schulgebäude an der Bramscher Heinrichstraße nun doch gleich einen zweigeschossigen Anbau? Einen entsprechenden Vorschlag, der von den ersten Plänen abweicht, wird die Verwaltung am Dienstag, 17. Oktober 2017, dem Ratsausschuss für Schule und Kultur vorlegen.

Noch am 15. August hatte Christian Müller von der Bauverwaltung ein Konzept vorgestellt, das zunächst von einem eingeschossigen Erweiterungsbau entlang der Heinrichstraße mit 21 zusätzlichen Unterrichtsräumen und einem Kostenrahmen von rund 1,8 Millionen Euro ausging. Dieter Sieksmeyer von den Grünen und Anette Staas-Niemeyer von der FDP fragten damals, ob es nicht in Anbetracht der positiven Entwicklung beider Schulen sinnvoller sei, die Planungsreserve gleich zu nutzen und von Anfang an den Teil an der Heinrichstraße zweigeschossig auszuführen. Staas-Niemeyer bat die Verwaltung, die voraussichtlichen Kosten für beider Optionen zu ermitteln, was die Verwaltung versprach. Sieksmeyer gab außerdem zu bedenken, „dass die demografische Entwicklung auch nicht mehr so ist, wie man lange geglaubt hat“. Die jüngste Bevölkerungsstatistik des Landkreises lasse eher steigende Schülerzahlen erwarten. Auch die Schulleitungen sprachen sich seinerzeit für die große Lösung aus.

25 neue Unterrichtsräume

Nach dem jetzt vorliegenden Vorschlag der Verwaltung würden den beiden Schulen nach dem Ausbau insgesamt 25 neue Unterrichtsräume zur Verfügung stehen, was eine vierzügige Führung beider Schulen möglich machen würde. Das zunächst vorgestellte Modell hätte nur bei nur dreizügiger Führung lediglich eine Reserve von drei Räumen gelassen. Bei höheren Schülerzahlen, die, so die Verwaltungsvorlage, unter anderem durch Rückläufer von anderen Schulformen oder mehr Inklusionsschüler zustande kommen könnten, würden Fachräume umgenutzt werden müssen.

Die zweigeschossige Variante würde mit rund 2,55 Millionen Euro einschließlich Planungskosten zu Buche schlagen. Eine ebenfalls geprüfte Durchführung beider maßnahmen in zwei Bauabschnitten hätte Mehrkosten von nochmals 150 000 Euro zur Folge, heißt es in der Vorlage weiter.

Der Schulausschuss muss jetzt am Dienstag sein Votum zu dem Vorschlag abgeben, der „nicht ganz auszuschließende Kapazitätsrisiken“ von „vornherein vermeiden soll.