Symbiofilter beim Klärwerk Bramscher Projekt für Nachhaltigkeitspreis nominiert

Am Klärwerk werden zurzeit Symbiofilter (links) und Abluft-Wäscher praktisch erprobt. Foto: Heiner BeinkeAm Klärwerk werden zurzeit Symbiofilter (links) und Abluft-Wäscher praktisch erprobt. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Ein lebender Filter, der geklärtem Abwasser überschüssige Nährstoffe entzieht, wird am Bramscher Klärwerk getestet. Und das offenbar mit gutem Erfolg: Dieser Symbiofilter ist für den deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Sparte Forschung nominiert.

Lösungswege für den nachhaltigen Umgang mit Wasser werden diesmal gesucht. Nominiert sind die bio-elektrochemische Brennstoffzelle des Clausthaler Umwelttechnik-Instituts, das „Wasserschutzbrot“ des Forschungsinstitutes für biologischen Landbau in Unterfranken und eben der Symbiofilter der Universität Osnabrück.

Erprobung in Bramsche

Dass der nun gerade in Bramsche erprobt wird, ist kein Zufall. Die Ursprungsidee stammt vom Bramscher Physiker Professor Hilmar Franke, der schon lange daran forscht, mithilfe von Algen Schadstoffe wie zum Beispiel Kohlendioxid aus dem Wasser zu filtern. Den jetzigen Symbiofilter hat die Firma Aqualight aus Lappenstuhl gebaut. Ein Teil des Abwassers und Abluft aus dem Klärwerk Bramsche wird in der kleinen Versuchsanlage gereinigt, mit gutem Ergebnis, wie Klärwerksleiter Frank Möller versichert. Die wissenschaftliche Betreuung des Projektes liegt bei der Universität Osnabrück.

Online-Voting

Eine genauere Vorstellung des Projektes wird im Rahmen des Wettbewerbs um den Nachhaltigkeitspreis noch folgen. Unter anderem wird dazu das Wissenschaftsmagazin „nano“ einen Film drehen. Aber schon jetzt ist das Online-Voting freigegeben. Jeder kann hier teilnehmen. Unter den Teilnehmern des Public Votings werden zwei Eintrittskarten für den 10. Deutschen Nachhaltigkeitstag mit Preisverleihung am 8. Dezember in Düsseldorf verlost.


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