„Neubau unverzichtbar“ Anlieger machen sich stark für Bramscher Schevenbrücke

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Beliebt bei Radlern und Fußgängern ist die Schevenbrücke über die Hase in Bramsche zwischen Stadtwerken und Krankenhaus. Die Holzkonstruktion ist allerdings baufällig und muss ersetzt werden. Foto: Heiner BeinkeBeliebt bei Radlern und Fußgängern ist die Schevenbrücke über die Hase in Bramsche zwischen Stadtwerken und Krankenhaus. Die Holzkonstruktion ist allerdings baufällig und muss ersetzt werden. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Brauchen wir die Schevenbrücke überhaupt? Diese Frage, die im Ortsrat Bramsche aufgetaucht ist, hat die Anlieger der Hasestraße alarmiert. Sie machen sich für die traditionsreiche Brücke stark.

Der Ortsratsherr Klaus Kossak hatte die Frage aufgebracht, nachdem im Ortsrat berichtet worden war, dass die Hasebrücke zwischen Krankenhaus und Stadtwerken erneuert werden muss. Es gebe doch nur wenige Meter entfernt die Brücke an der Marktstraße, argumentierte er.

Einweihung 1989

„Die Brücke hier ist absolut unverzichtbar. Das habe ich auch schon Klaus Kossak deutlich gemacht“, sagt Karl-Ludwig Poske. Der ehemalige Stadtbrandmeister macht sich - wie andere Anlieger der Hasestraße - dafür stark, dass die Brücke erneuert wird. Denn dass die jetzige Holzkonstruktion baufällig ist, weiß auch er: „Die hat man einfach verkommen lassen“, macht er mangelnde Pflege dafür verantwortlich.

Am 29. Juni 1989 ist die Holzbrücke mit der auffälligen Trägerkonstruktion feierlich eingeweiht worden, hat Poske herausgefunden. Er erinnert sich noch an die feierliche Einweihung: „Die Brücke war schön mit Wimpeln geschmückt, anschließend gab es einen Umtrunk im ehemaligen Schwesternheim“.

Brücke schon vor 1900 da

Schon damals hatte die Brücke eine alte Konstruktion ersetzt, die ebenfalls baufällig geworden war. Die Brücke sei Teil des alten Eper Kirchwegs, verweist Poske auf die lange Tradition dieser Verbindung für Radler und Fußgänger. Daran erinnert auch Heinz Aulfes, der an der Hasestraße aufgewachsen ist. „Die Brücke hat es schon vor 1900 gegeben“, ist sich der 90-jährige sicher.

„Man muss doch auch an die Tradition und die Idylle denken“, findet Aulfes. Immer wieder beobachte er Menschen, die auf der Brücke stehen bleiben, um ins Wasser zu schauen oder die Vögel zu beobachten. „So etwas kann man doch nicht außer Acht lassen. Wenn man darüber nachdenkt, ob wir so eine Brücke brauchen oder nicht, dann soll man das gründlich tun“, empfiehlt er.

Teil des Schulwegs

Karl-Ludwig Poske kann täglich beobachten, dass die Schevenbrücke nicht nur aus sentimentalen Gründen wichtig ist. „Da können die gerne eine Zählung machen. Von morgens bis abends ist da Betrieb“, betont er. Für viele Radler sei dies Teil des Schulwegs mit der attraktiven Fortführung entlang des Hasesees hin zu den Schulen an der Malgartener Straße. Zwar gebe es die Brücke am Markt, doch sei dort die Verkehrssituation für Radler unübersichtlich, meint Poske.

Der Ortsrat Bramsche hatte 50000 Euro an Planungskosten für die neue Brücke auf Platz zwei seiner Prioritätenliste gesetzt. Ob die Frage des Ersatzbaus mit der Aufstellung des städtischen Verkehrsentwicklungskonzeptes verknüpft werden kann, bleibt abzuwarten: Aufgrund der vielen Baustellen in Bramsche macht die dafür erforderliche Verkehrszählung in diesem Jahr nicht viel Sinn.


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