Wahlausschuss im Kreis Osnabrück prüft Nur in zwei Landtagswahlkreisen genügend Unterstützer für AfD

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Der Kreisvorsitzende der Partei. Daniel Wolf (r., am Mikrofon), lebt in Merzen und möchte Landtagskandidat der AfD im Nordkreis werden. Foto: Marcus AlwesDer Kreisvorsitzende der Partei. Daniel Wolf (r., am Mikrofon), lebt in Merzen und möchte Landtagskandidat der AfD im Nordkreis werden. Foto: Marcus Alwes

Osnabrück. In fünf von sechs Wahlkreisen in der Region Osnabrück wollte der AfD-Kreisverband aus seinen Reihen Direktkandidaten zur Landtagswahl ins Rennen schicken. Doch jetzt werden es wohl nur zwei Bewerber werden – vorausgesetzt der Kreiswahlausschuss stimmt zu.

Das Gremium, das am Freitag ab 10 Uhr öffentlich im Kreishaus am Schölerberg tagt, hat dann die eingereichten Unterlagen und Kandidatenvorschläge aller Parteien zu prüfen. Auch die der AfD. Erst danach wird offiziell verkündet werden, ob Daniel Wolf aus Merzen (im Wahlkreis 73 Bersenbrück) und Mathias Linderkamp aus Hasbergen (im Wahlkreis 75 Bramsche) tatsächlich als Direktkandidaten der Nationalkonservativen zur Landtagswahl zugelassen und mit Namen auf den Stimmzetteln der Bürger auftauchen.

Mehr als 100 Unterschriften nötig

Letztgenanntes ist dann der Fall, wenn die Kandidatenunterlagen der AfD vollständig und korrekt ausgefüllt sind sowie in jedem der beiden genannten Wahlkreise mehr als 100 Unterstützerunterschriften von dort Wahlberechtigten geprüft vorliegen. Während die AfD in einer Pressemitteilung angibt, dass ihr dieses offenbar gelungen sei, äußert sich die Kreiswahlleitung am Schölerberg dazu bisher nicht öffentlich und verweist auf die Sitzung des Kreiswahlausschusses am Freitagvormittag.

Die Nationalkonservativen beklagen unterdessen, dass es durch die von Januar 2018 auf Oktober 2017 vorgezogene Landtagswahl besonders schwierig gewesen sei, schnell und fristgerecht genügend Unterstützerschriften zu sammeln. In den Wahlkreisen im Nordkreis (Bersenbrück und Bramsche) sei dieses gelungen. In den Bezirken Melle, Georgsmarienhütte und dem Stadtgebiet von Osnabrück dagegen nicht. Die eigentlich dafür vorgesehenen und benannten Kandidaten Rüdiger Struck (aus Ostercappeln), Alexander Lülf (aus Hasbergen) und Christopher Jahn (aus Osnabrück) werden somit am 15. Oktober in der Region nicht auf den Stimmzetteln zu finden sein.

Für Jahn bleibt unterdessen die persönliche Hoffnung, dass sein Platz 13 auf der Landesliste der AfD Niedersachsen ihm einen Landtagseinzug über das Zweitstimmenergebnis seiner Partei ermöglicht.


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