Mit Preis ausgezeichnet Aktionswoche „So klingt Kirche“ im Kirchenkreis Bramsche

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Am fahrbaren Klavier gibt Eva Gronemann einen Vorgeschmack auf die Kirchenmusikwoche. Mit dabei ist auch Organist Norbert Fisse (rechts) von St. Johannis. Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeAm fahrbaren Klavier gibt Eva Gronemann einen Vorgeschmack auf die Kirchenmusikwoche. Mit dabei ist auch Organist Norbert Fisse (rechts) von St. Johannis. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Wie klingt eigentlich Kirche? Eine Antwort auf diese Frage gibt die Themenwoche „So klingt Kirche“ vom 27. August bis 3. September 2017. Das Projekt von Kirchenkreiskantorin Eva Gronemann wurde von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und Musikland Niedersachsen mit dem „Förderpreis Musikvermittlung“ ausgezeichnet.

Und so steht die Preisverleihung auch am Anfang der Aktionswoche in Bramsche. Im Eröffnungsgottesdienst am Sonntag, 27. August 2017 um 10 Uhr wird der Preis im feierlichen musikalischen Rahmen verliehen. Der Kammerchor vox humana, Gleb Tchepki, Klavier, Michael Eulenstein, Kontrabass, Philipp Buck, Schlagzeug führen unter Gronemanns Leitung die „Little Jazz Mass“ auf. Um den mit 40 000 Euro für insgesamt fünf Projekte dotierten Preis hatten sich 60 Projekte aus ganz Niedersachsen beworben. Die Wahl fiel unter anderem auf „So klingt Kirche“, das durch den innovativen Charakter und den generationenübergreifenden Ansatz überzeugte. Das Preisgeld von jeweils 8000 Euro fließt jetzt in die Finanzierung der Projekte. Im Anschluss an den Gottesdienst wird bei einem kleinen Imbiss die Ausstellung „Musik im Kirchenkreis Bramsche“ eröffnet.

Außergewöhnliche Formate

Musikvermittlung ist doch eigentlich das, was wir hier immer machen“, sagt Eva Gronemann. Dabei ist die Idee für „So klingt Kirche“ schon weit vor dem Wettbewerb entstanden, nämlich während der Vorbereitung des Reformationsjubiläums. „Wir wollten einmal gebündelt zeigen, was wir hier machen, gleichzeitig aber durch außergewöhnliche Formate auch Menschen erreichen, die nicht die klassischen Konzertbesucher sind“, erläutert Gronemann. Ein gutes Beispiel dafür ist der „Musikalische Sonntagsspaziergang“ ebenfalls am Sonntag rund um den Hasesee. An sechs verschiedenen Stationen laden der Kammerchor „Vox humana“, der Jugendchor St. Martin, der Kirchenchor St. Johannis Gartenstadt, Nicolai Strauch, Truhenorgel, Ellen Eilermann, Violine und Peter Gronemann am Klavier an, innezuhalten und zuzuhören. Nun hoffen Eva Gronemann und ihre Mitstreiter auf gutes Wetter, besonders die Truhenorgel verträgt keine Feuchtigkeit.

Drei Stunden Orgelmarathon

Ziemlich ungewöhnlich ist auch der Orgelmarathon am Samstag, 2. September von 19 bis 22 Uhr in der St. Martinkirche. Axel Eichhorn, Martin Tigges und Arne Hatjen wechseln sich an der Orgel ab. Auch die Besucher können kommen und gehen. „Drei Stunden sind für Manchen vielleicht doch ein bisschen viel am Stück“, schmunzelt Gronemann. Während der ganzen drei Stunden gibt es in der Kirche durchgehend Kaffee und Tee, wer mag, kann es sich in einem Liegestuhl bequem machen und den Organisten nicht nur zuhören, sondern auch per Videoübertragung in die Kirche direkt „bei der Arbeit“ zusehen.

Nicht fehlen darf natürlich das klassische große Konzert. Die Kantorei St. Martin, Trine Wilsberg-Lund, Sopran, und das 40-köpfige Orchester musica viva aus Ibbenbüren führen am Freitag, 1. September um 20 Uhr in der St. Martin-Kirche John Rutters „Magnifikat“ und Fanny Hensels „Lobgesang“ auf.

„Ein bisschen abgefahren“ wird es dagegen am Vorabend. Das B.B.Q.- „Stimmenkollektiv“ um Jürgen Zimmermann verbindet grönländische Schamanenmusik mit mehrstimmigen Chorgesang und „klatschen, stampfen, trommeln“. Gronemann verspricht einen spannenden Abend, an dem es „manchmal mehr Parallelen zum Gesang im Stadion gibt als zur klassischen Chormusik“. Wem das aber zu „abgefahren“ ist, der könnte vielleicht einfach beim „Singen im Rudel“mitmachen, am Freitag „Orgelmusik zur Marktzeit hören“, zur Lesung mit Musik in die Stadtbücherei kommen oder zur Chorwerkstatt für alle oder hören, wie sich Kinder- und Seniorenchor musikalisch ergänzen.

Das komplette Programm und weitere Informationen gibt es im Internet unter www.so-klingt-kirche.com.


„So klingt Kirche“ - das Programm

Sonntag, 27.8.2017, 10 Uhr: Eröffnungsgottesdienst mit Preisverleihung, 11 Uhr: Eröffnung der Ausstellung „So klingt Kirche“; 15.30 Uhr: Musikalischer Sonntagsspaziergang rund um den Hasesee;

Montag, 28.8.2017: Chor-Werkstatt, 19 Uhr , Gemeindehaus St. Martin;

Dienstag, 29.8.2017: „Ich sing dir mein Lied - Kinder singen mit und für Senioren, 15.30 Uhr, St. Martin-Kirche;

Mittwoch, 30.8.2017: „Wer‘s glaubt, wird selig“ - Musikalische Lesung, 18 Uhr, Stadtbücherei;

Donnerstag, 31.8.2017: Orgelentdeckung für Grundschüler, 10 Uhr, St. Martin und St.Johannis-Kirche; „Grönland ruft“ - Vom Trommelgesang zur Kirchenmusik und zurück, 20 Uhr, St. Johannis-Kirche;

Freitag, 1.9.2017: „Musik zur Marktzeit“ - Orgelmusik aus der Kirche auf den Kirchplatz übertragen , 10 Uhr, Kirchplatz; John Rutter: Magnificat und Fanny Hensel: Lobgesang, 20 Uhr, St.. Martin-Kirche, Eintritt 17, 12 und 7 Euro;

Samstag, 2.9.2017, Bläserensemble, 11 Uhr, Kirchplatz; Orgelmarathon, 19 bis 22 Uhr, St. Martin-Kirche;

Sonntag, 3.9.2017, Abschlussgottesdienst mit den Teilnehmern der Chorwerkstatt.

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