Serie: Für uns im Stadtrat Barbara Pöppe: Ein Demenzdorf beim Bramscher Bahnhof?

Von Steffen Menkhaus

Für ein lebenswertes Bramsche, das auch Platz für natürliche Idylle bietet, setzt sich Barbara Pöppe ein. Foto: Steffen MenkhausFür ein lebenswertes Bramsche, das auch Platz für natürliche Idylle bietet, setzt sich Barbara Pöppe ein. Foto: Steffen Menkhaus

Bramsche. Am 11. September 2016 sind 38 Mitglieder neu in den Bramscher Stadtrat gewählt worden. Sie entscheiden, welche Straße ausgebaut, wo Kindergärten erweitert werden und wieviel Geld wofür ausgegeben wird. In dieser Serie wollen wir in alphabetischer Reihenfolge die Männer und Frauen vorstellen, die für uns Bramscher im Stadtrat ehrenamtlich tätig sind. Heute:Barbara Pöppe (Bündnis 90/ Die Grünen).

In ihre erste Legislaturperiode als Ratsfrau ging Barbara Pöppe nach der Kommunalwahl im letzten Jahr. Neu war die Kommunalpolitik für sie da aber schon nicht mehr. Im Zuge das Programms „Politik braucht Frauen“des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hat sie bereits im Vorfeld „fast allen Sitzungen“ beigewohnt. „Das war eine sehr positive Erfahrung“, sagt Pöppe, die anschließend Blut geleckt hatte und sich selbst als Kandidatin aufstellen ließ. Die Wahl der Partei fiel dabei alles andere als schwer: „Ich bin im Herzen schon immer eine Grüne gewesen“, so Pöppe.

Politisch ist es für sie vor allem wichtig, die Bramscher Region und den Einzelhandel vor Ort zu stärken. Ein wesentlicher Faktor dafür sei das bewusste Einkaufen: „Es gibt in Bramsche alles vor Ort“, hebt Pöppe hervor. Ihr sei es wichtig zu wissen, „wem ich mein Geld gebe“. Die Politik könne diesbezüglich natürlich nur die Rahmenbedingungen schaffen, Pöppe persönlich möchte aber mit gutem Beispiel vorangehen.

„Ich lebe gern in Bramsche“

Zudem wolle sie die Wohlfühlqualität in Bramsche verbessern. „Ich lebe sehr gerne in Bramsche und halte die Stadt für sehr lebenswert“, macht Pöppe deutlich. Dennoch gebe es immer Verbesserungspotenzial, zum Beispiel am Münsterplatz oder am Marktplatz. Eine Schwengelpumpe für Kinder könnte sich Pöppe dort vorstellen, auch das Ansiedeln von zusätzlicher Gastronomie am Marktplatz sei denkbar. Den Menschen solle einfach vor ihrer Tür etwas geboten werden, gibt Pöppe als Devise aus. So verfüge Bramsche fast über zu wenig Naherholungsgebiete, weshalb der Hasesee noch attraktiver gestaltet werden müsse. Sie stelle sich beispielsweise mehrere Stationen mit „Trimm-Dich-Geräten“ vor, die um den See verteilt werden könnten. Außerdem müssten weitere grüne Oasen geschaffen werden, um Bramsche auch attraktiv für zuziehende Menschen zu machen.

Pöppe

Einen möglicher Standort für derartige grüne Oasen sieht Pöppe auch im Bahnhofsumfeld. „Die Gestaltung dort liegt mir sehr am Herzen“, sagt sie und merkt gleichzeitig an, dass auch ein offenes Ohr für die derzeitigen Anwohner nötig sei. Pöppe möchte unter dem Motto „Natur gestalten und erhalten“ nicht jede Freifläche im Bahnhofsumfeld bebauen – insbesondere das dortige Feuchtbiotop müsse erhalten bleiben. Stattdessen solle die ganze Gestaltung „gemütlich“ gehalten werden, fordert sie.

Zudem hat Pöppe eine große Vision für das Bahnhofsumfeld: „Möglicherweise lässt sich dort ein Demenzdorf gestalten.“ Wenn die Politik die Rahmenbedingungen dafür schaffen könne, wäre eine solche Einrichtung ein echtes Plus für Bramsche, da sie sowohl sinnvoll sei als auch eine weitere Steigerung der Attraktivität Bramsches bedeute.


Der Bramscher Stadtrat hat 39 Mitglieder: 38 wurden bei der Kommunalwahl am 11. September 2016 gewählt, hinzu kommt der hauptamtliche Bürgermeister Heiner Pahlmann (SPD). Die Sitzverteilung: SPD 17 Sitze (ohne die Stimme des Bürgermeisters), CDU 11, Bündnis 90/Die Grünen 5, FDP 3, Die Linke 2. Zur Ratsvorsitzenden wurde in der konstituierenden Sitzung am 3. November 2016 die SPD-Abgeordnete Roswitha Brinkhus gewählt.

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