„100 Jahre SoVD“ im Rathaus Sozialverband eröffnet Ausstellung in Bramsche

Von Heiner Beinke


Bramsche. Die Ausstellung „100 Jahre Sozialverband Deutschland“ ist am Montag im Bramscher Rathaus eröffnet worden. Sie bleibt dort nur bis Mittwochabend, dann wandert sie weiter durch den Altkreis Bersenbrück.

„Wir wollten, dass die Ausstellung zu unseren Mitgliedern kommt und nicht die Mitglieder zur Ausstellung“, erläuterte der Kreisvorsitzende Gerd Großkurt, warum die Ausstellung nicht länger an einem zentralen Ort gezeigt wird. Auf 19 Spannbannern und einer Litfaßsäule erzählt die vom Landesverband konzipierte Ausstellung die Geschichte von der Gründung als Reichsbund im Kriegsjahr 1917 über die Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart und den Aufgabenstellungen, die der Sozialverband heute angeht.

Ausstellung im Ratssitzungssaal

In Bramsche wurde die Ausstellung im Ratssitzungssaal aufgebaut. Dort gibt es auch Begleitmaterial wie die Broschüre zur Ausstellung. Sie ist während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Am Mittwoch wandert sie weiter nach Voltlage.

Die Geschichte des Sozialverbandes sei „ein Stück der Geschichte Deutschlands“, meinte zur Begrüßung Günter Eggelmeyer als Vorsitzender des Ortsverbandes Ueffeln/Balkum. Zwar habe sich die Ausgangslage nach 70 Jahren ohne Krieg in Mitteleuropa geändert, die wesentliche Aufgabe des Verbands, Menschen eine Anlaufstelle bei Auseinandersetzungen mit Behörden zu gebe, sei aber geblieben.

„Tadelloses Renommee“

Die Umbenennung des Reichsbundes in Sozialverband Deutschland im Jahr 1999 habe der Neuausrichtung und Modernität des Dienstleistungsverbandes Rechnung getragen, meinte Bürgermeister Heiner Pahlmann. Mit „großer fachlicher Genauigkeit“ habe sich der Verband „Respekt und ein tadelloses Renommee erworben“. Der SoVD sei heute „eine Organisation, die gesellschaftliche Themen aufgreift, Missstände anprangert und konstruktive Lösungsvorschläge unterbreitet“, meinte Pahlmann. Das Eintreten für eine gerechte und solidarische Gesellschaft und gegen soziale Ungleichheiten sei auch nach 100 Jahren „noch immer brandaktuell“.

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9000 Mitglieder

Für seine Mitglieder habe der Sozialverband im letzten Jahr 1,6 Millionen Euro an Nachzahlungen erstritten, berichtete der Kreisvorsitzende Gerd Großkurt. Die Mitarbeiter in den Beratungsstellen in Bersenbrück, Osnabrück, Bohmte und Melle hätten gut zu tun. Bei einem der Hauptprobleme vieler älterer Menschen, der Einsamkeit, seien diese Mitarbeiter aber überfordert. Es sei Aufgabe der über 9000 Mitglieder in 51 Ortsverbänden im Kreisgebiet, für soziale Bindungen zu sorgen.


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