Gartentraumsonntag im Regen Bramscher entspannen bei Pfeil und Bogen

Von Bjoern Thienenkamp

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Rieste/Bramsche. Der Nieselregen hat sicherlich einige Besucher abgehalten. Wer dennoch die Teilnehmer des 13. Gartentraum-Sonntags in der Varusregion aufsuchte, dem bot sich ein umfangreiches Angebot. Gar entspannendes Schießen mit Pfeil und Bogen war möglich.

„Wir sind früher schon hier gewesen, das Café von Frau Rohde ist immer einen Besuch wert“, findet Wilhelm Eikens. Zusammen mit seiner Frau Maria schaut sich der Meppener das umfangreiche Angebot der Handwerker an deren Ständen im Garten von Rohdes Heuerhaus in Rieste an. „Das Besondere des Hauses ist seine Geschichte, mit welcher Liebe und Sorgfalt das Ganze wieder aufgebaut worden ist, was einen wieder zum Verweilen einlädt“, urteilt der 66-Jährige. „Der Kuchen ist auch hervorragend“, ergänzt Maria.

Handwerker haben Zulauf

Tatsächlich ist nicht nur die Diele gut besucht, in der zahlreiche Grüppchen das Angebot und Ambiente des Cafés genießen, nein, trotz des trüben Wetters haben auch besagte Handwerker einigen Zulauf. Anke Gernard aus Rieste etwa bietet Windlichtschalen, Dekoelemente und Kerzenhalter an, allesamt aus Beton. Selbstgemachter Besteckschmuck ist das Ergebnis des Hobbies von Alina Erdmann aus Warendorf. Möbel aufarbeiten mit Kreidefarbe, auch ganze Küchen, ist die Spezialität der Innenarchitektin Britta Kämmerling aus Rieste.

Kuchen und Kakao

Greta Wellmann genießt derweil einen Apfelkuchen. „Das ist mein Lieblingskuchen“, sagt die Vierjährige. Dazu gibt es eine Tasse Kakao, während Oma Annegret Wellmann sich für die Erdbeertorte entschieden hat. „Ganz toll ist es nicht“, resümiert Chefin Gerda Rohde die Besucherzahlen. „Wir hoffen auf höheren Zulauf in der Kaffeezeit“, zeigt sich die 79-Jährige jedoch zuversichtlich.

Bogenschießen im Kloster

Im Kloster Malgarten gibt es einerseits das altbewährte Angebot der verschiedenen Handwerker und Künstler, allemal ist Gartenarchitektin Silke Schwarz wie stets unermüdlich im Einsatz, um den Besuchern mittels Führung neben den Grundlagen der Anlage auch einiges Hintergrundwissen zu vermitteln, aber es gibt andererseits auch etwas Neues: Meditatives Bogenschießen.

Schießen mit Pfeil und Bogen also, und das zur Entspannung? Wie das geht, vermittelt Monika Preuß gleich sieben Damen von jung bis alt, denen sie zunächst einen Armschutz umbindet. „Bogen in die linke Hand, Sehne nach innen, Zeigefinger der rechten Hand oberhalb, Mittel- und Ringfinger unterhalb, mit der Hand einen Zentimeter unterhalb der Auflage bleiben, wo der Pfeil draufkommt“, erklärt die Qigong-Lehrerin.

„Eins sein mit Pfeil und Bogen“

„Die Sehne nie ohne Pfeil fletschen lassen“, ist Preuß ganz wichtig. „Der Pfeil hat drei Federn, zwei gleichfarbige und eine andersfarbige, das ist die Führungsfeder, die nach oben gehört“, unterrichtet die Fürstenauerin. „Am hinteren Ende des Pfeils befindet sich die Nocke, die mit einem hörbaren Klick in die Sehne eingerastet wird“, schildert die Schülerin von Kurt Österle.

„Es geht nicht darum, in die Mitte zu treffen, sondern eins zu sein mit Pfeil und Bogen“, erklärt Preuß. „Drei lange Atemzüge, einen Atemzug schauen, einatmen, heben, ziehen, am Mundwinkel ankern, lösen, nachhalten, schließen“, listet die 70-Jährige den Ablauf auf. „Mit einer Verbeugung im 90 Grad-Winkel beginnt und beendet man das Schießen“, erklärt die Bogenschützin. Das ist nicht nur für die zehnjährige Lara Venjakob eine ganz neue Erfahrung.

Beim weiteren Wandeln in der Anlage kommen die Besucher nicht nur an den vielfältigen Skulpturen vorbei, sondern in der Südkurve auch noch am neu entstandenen Bruchsteinrondell von Peter Badstübner.


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