Brämer Bauass-Geschäftsführer Bramscher als Gastgeber in der Elbphilharmonie

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Bramsche. Der Bramscher Versicherungsmakler Burkhard Brämer ist einer der Geschäftsführer der „bauass“, die ihre Kunden jährlich zum Baubranchentalk „Baubar“ einlädt. In diesem Jahr gab es dabei Rekordbesuch. Kein Wunder: Die Veranstaltung begann im kleinen Saal der Elbphilharmonie in Hamburg.

Die Niederlassung Osnabrück der „bauass“ ist ein unscheinbares Büro in der Marktplatz-Randbebauung in Bramsche. Es muss auch nicht viel her machen, denn Burkhard Brämer ist hier mit durchschnittlich einem Bürotag ein eher seltener Gast. Die Kunden kommen nicht ins Büro, sondern Brämer, vielen noch bekannt als Trainer der Bramscher Bundesligabasketballer Anfang der 90er Jahre, zu den Kunden. Die sind ihrerseits fast ausnahmslos erfolgreiche Unternehmer. Denn die „Bauass“, bei der Brämer einer von drei Geschäftsführern ist, vermittelt Versicherungen für große Bauprojekte. Damit sind keine Einfamilienhäuser gemeint: Die Untergrenze liege bei einem Bauvolumen von etwa fünf Millionen Euro. „Da sind wir deutschlandweit einer der Marktführer“, sagt Brämer. Etwa vier Milliarden Bauvolumen seien über „bauass“ versichert. Aktuelles Beispiel in der Region ist die Erweiterung von L+T in Osnabrück.

Auf dem Bau hat jeder Akteur seine eigene Haftpflichtversicherung, um sich im Schadensfall zu schützen. Das kann aber dazu führen, dass es im Fall der Fälle Streit darüber gibt, wessen Versicherung was zu zahlen hat. Bei Großprojekten wird es schnell teuer: „Wenn so ein Baukran umkippt, kommen schnell fünf Millionen Euro zusammen“, nennt Brämer ein Beispiel. „Bauass“ arbeitet mit einem Netzwerk an Spezialisten rund um die Versicherungs- und Bauwirtschaft, damit solche Fälle schnell geregelt werden.

Schon zu Basketballzeiten hat Brämer für eine Versicherung Baukunden betreut. 1998 wechselte er zu einem Spezialisten in dieser Sparte. Mit dem „angehäuften Spezialwissen“ und drei Kollegen ging er ab 2007 eigene Wege. „Das hatte anfangs etwas von einer Garagenfirma“, erinnert sich der heute 51-jährige. Doch die Zeiten liegen hinter der „Bauass“. Heute fährt Brämer 50 bis 60000 Kilometer „deutschlandweit“, um Kunden zu betreuen.

Am spannendsten findet der Achmeraner aktuell den U-Bahnbau in Kopenhagen. „Da war ich schon mehrfach“. Die umfangreichen Erdarbeiten in einer Küstenstadt seien eine besondere Herausforderung auch für die Versicherer. Professionalität und „sehr verlässliche Partnerschaften“ schätzt Brämer in seinem „klassischen Maklergeschäft“, für das er angesichts des Baubooms ein „ordentliches Wachstum“ erwartet.

Nicht mehr wachsen wird dagegen wohl die „Baubar“, der jährliche Branchentreff seiner Gesellschaft. „Das kriegen wir nicht mehr getoppt“, ist sich der Gastgeber nach dem Empfang mit über 350 Vertretern der Baubranche in der Elbphilharmonie sicher. Hauptredner war dort Martin Kalkmann, Hauptgeschäftsführer bei Hochtief, der den Branchenkennern exklusiv über die speziellen Erfahrungen mit dem Hamburger Großprojekt berichtet. Der Auftakt zu einem besonderen Abend mit Hafenrundfahrt und Musik in einer Kiezkneipe. Das kleine Bramscher Büro würde niemand mit einer solchen Veranstaltung in Verbindung bringen.


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