Tolle Stimmung bei der Premiere Rudelsingen dank Rosenhof in Bramsche angekommen

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Bramsche. Singen in Gemeinschaft hat ganz offensichtlich eine ähnlichen Anziehungswirkung wie attraktive Konzerte oder gute Comedy Vorstellungen. Mehr als die Hälfte des Publikums erlebte am Mittwochabend die persönliche Premiere bei einem Rudelsingen im Zelt von „Rosenhof on Tour“ hinter dem Tuchmacher-Museum.

„Wir singen im Stehen. Und nicht labern beim Singen“, das waren die beiden Vorgaben die David Rauterberg, Vorsänger und Gitarrist, den Rudelsängern machte. Danach waren aber auch schon alle beim ersten Titel „Tagen wie diesen“ mittendrin im Geschehen und machten wie auf Knopfdruck mit.

Zwei Titel später hatten David Rauterberg und Matthias Schneider das Publikum am Schunkeln, als es zum Hit von Hans Albers nachts um halb eins über die Reeperbahn ging. „Ekstase in Bramsche“, stellte der Vorsänger mit Recht fest und das anschließende Boney M Medley brachte alles andere als Abkühlung in das von der ausgelassenen Stimmung erhitzte Zelt.

Singe, wem Gesang gegeben spielte am Mittwochabend keine Rolle. Jeder durfte, wie er konnte, ohne Sorge haben zu müssen in der großen Gruppe durch Schiefgesang aufzufallen. Babicka von Karel Gott, aus der Feder von Ralph Siegel, auch dieses Liebeslied an eine Äpfel schälende Oma wurde vom Publikum willigst mitgesungen und beklatscht. Dem Rosenhof ist vorbehaltlos zuzugestehen, dass er eine professionelle Ausgabe des Rudelsingens nach Bramsche importieren konnte. Beim Mitmachen gab es nur die vom Programm vorgesehenen Pausen, um Luft zu holen.

Die beiden Profis auf der Bühne, die nach Angaben von David Rauterberg bundesweit und ständig alle sechs Wochen das Singen im Rudel im Rosenhof vor 500 Menschen zelebrieren, heizten nach Belieben ein oder ließen den Puls gelegentlich mit ruhigeren Titeln für eine kurze Zeit auf niedrigeren Minutenumdrehungen arbeiten. 10000 Menschen sollen es monatlich sein, die sich unter der Leitung von inzwischen elf Teams in der ganzen Republik zu einem Rudelsingen treffen.

Rudelsänger begeistert

Ilka Hoffmann aus Bramsche fand die Stimmung „super. Solch eine Stimmung habe ich in Bramsche noch nicht erlebt“, lautete ihr Kommentar und Christa Hermesch aus Damme ergänzte: „So was sollte es auch in Damme geben und in Bramsche zu einer festen Einrichtung werden. Als ich herkam, war ich müde, jetzt bin ich voller Elan“. Extra aus Rheine angefahren war Andreas Achternkamp. „Ich bin angenehmst überrascht, dass das so viel Spaß macht, in Gemeinschaft zu singen. Allein wäre es weniger wohlklingend“.

Zuhause ein Nichtsänger ist Kai Golchert. „Aber heute macht mir das Singen Spaß, weil alle singen. Die Jungs auf der Bühne machen einen guten Job“, brachte der Bramscher die Reize des Gesangs aus vielen Kehlen auf den Punkt.

Doch nicht nur die Rudelsänger zeigten sich von dem Abend angetan. War David Rauterberg vor Veranstaltungsbeginn noch gespannt, wie sich die Akustik im voll besetzten Zelt wohl anhören würde, so entwickelten die Techniker ein Soundprofil, das zu seiner eigenen Überraschung einen „kathedralenartigen Klang“ annahm.

Vorsänger David Rauterberg hatte von Beginn an durch seine motivierende Art die Rudelsänger im Griff.

„Ein Hoch auf das, was uns vereint“ hieß eine Textzeile aus einem weiteren Titel des Rudelsingens. Besser lässt sich die Stimmung am Mittwochabend im Rosenhofzelt wohl kaum destillieren.


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