Wahl Sportler des Jahres Engteranerin ist Einzelkämpferin in einer Männerdomäne

Den Ötztaler Radmarathon, bei dem dieses Bild entstanden ist, bezeichnet Insa Gruben vom TuS Engter als ihr „Schicksalsrennen“. Foto: sportografDen Ötztaler Radmarathon, bei dem dieses Bild entstanden ist, bezeichnet Insa Gruben vom TuS Engter als ihr „Schicksalsrennen“. Foto: sportograf

Bramsche. Zum zweiten Mal werden Bramsches Sportler des Jahres gewählt. Bis Ende Juni stellen wir die Kandidaten vor. Heute ist es die Radsportlerin Insa Gruben vom TuS Engter.

Lange Strecken sind das Ding von Insa Gruben. 2016 gewann die Radsportlerin des TuS Engter überlegen die Radtouristikwertung im Bereich Weser-Ems und landete niedersachsenweit auf Platz drei. Die Bramscher-Rose-Jury hat sie deshalb als Sportlerin des Jahres nominiert.

4451 gefahrene Kilometer standen am Ende des Jahres auf dem Radtouristik-Wertungszettel (Damenklasse II) von Insa Gruben. Zum fünften Mal hintereinander konnte sie mit großem Abstand (2802 Kilometer Vorsprung auf die Zweitplatzierte) den Weser-Ems-Titel einfahren. Landesweit reichte es für die Osnabrückerin, die seit rund zehn Jahren im TuS Engter aktiv ist, zu Platz drei.

Marathonstrecken als Steckenpferd

Das Steckenpferd der 44-Jährigen sind dabei die Marathonstrecken. Egal, ob ihr Saisonhighlight 2016, der Rhön Radmarathon, oder ihr selbst erklärtes „Schicksalsrennen“, der Ötztaler Radmarathon, Gruben liebt Ausdauerrouten. Warum sie den „Ötztaler“ dabei so ins Zentrum rückt, hat mit einem Schicksalsschlag zu tun. „Meine erste Teilnahme in Österreich im Jahr 2006 war für mich ein Schritt zurück ins Leben“, erinnert sich die Radsportlerin, die über die Stationen Osnabrücker SC und THC Westerkappeln zum TuS Engter gekommen ist.

Für das diesjährige Alpenrennen, ihre insgesamt siebte Teilnahme, hat sich die Breitensportlerin zwei Ziele gesetzt: „Heil ankommen und ein Platz im vorderen Drittel.“

Für die Marathonstrecken ist regelmäßiges Training unerlässlich. „Pro Woche trainiere ich ungefähr vier- bis fünfmal, insgesamt sind das dann circa 15 bis 20 Stunden“, verrät die Langstreckenspezialistin, die bei einer Trainingsfahrt zwischen 80 und 120 Kilometer abspult. Bei den gemeinsamen Ausfahrten der Engteraner Radsportabteilung sei sie die „Quotenfrau“, scherzt Insa Gruben.

Ihre Bramscher-Rose-Nominierung sieht die Physiotherapeutin als Anerkennung ihrer in den vergangenen Jahren abgelieferten sportlichen Leistungen. „Ich betreibe Radsport mit Herz und Seele. In den fast nur aus Männern bestehenden Radtouristikfeldern an den Start zu gehen ist kein Zuckerschlecken. Da bekommt man nicht nur unzählige blöde Sprüche ab. Es freut mich, dass meine Leistungen gewürdigt werden“, so die Osnabrückerin, die aufgrund einer schweren Knieverletzung vom Triathlon in die Radtouristik gewechselt ist.

Seit Jahren auf hohem Niveau

„Unsere Nominierung ist auf Insa Gruben gefallen, weil sie schon seit mehr als zehn Jahren auf sehr hohem Niveau Rennradsport, vornehmlich auf Marathonstrecken von mehr als 200 Kilometern, betreibt. Damit gehört sie zu den besten Langstreckenfahrerinnen Niedersachsens. Ihre Willensstärke und Begeisterung für den Radsport sind vorbildlich und ein überregionales Aushängeschild für unseren Verein“, sagt TuS-Abteilungsleiter Dirk Beckendorff über die 44-Jährige.

„Die Leistung von Insa Gruben ragt aus dem Breitensportbereich deutlich heraus. Eine Nominierung als Bramscher Sportlerin des Jahres hält die Jury deshalb für verdient“, begründet der Bramscher Sportverbandsvorsitzende Christian Kuhlmann die einstimmig gefallene Juryentscheidung, die Radsportlerin für die Bramscher Rose zu nominieren.


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