Besuch in der Hauptstadt Bramscher Jugendparlament auf politischer Berlin-Reise

Von Julius Barz

Das Bramscher Jugendparlament im Gespräch mit Staatssekretär Michael Rüter. Foto:Stefanie UhlenkampDas Bramscher Jugendparlament im Gespräch mit Staatssekretär Michael Rüter. Foto:Stefanie Uhlenkamp

Bramsche. Für eine politische Reise hat sich das Jugendparlament Bramsche auf den Weg nach Berlin gemacht. Drei Tage lang waren sie in der Hauptstadt unterwegs. Unter anderem wurden politische Debatten mitverfolgt, Museen besucht und Berliner Sehenswürdigkeiten erkundet.

Per Zug ist das Jugendparlament (JuPa) Bramsche gemeinsam mit den Stadtjugendpflegern Stefanie Uhlenkamp und Sören Schwarze zu einer politischen Reise nach Berlin aufgebrochen. Bezuschusst wurde der Trip durch die Bürgerstiftung und die Stadt Bramsche. Der Anreisetag begann mit einer Führung durch die niedersächsische Landesvertretung und einem politischen Gespräch mit Staatssekretär Michael Rüter. Dieser machte mit seiner Einladung ein bereits im letzten Jahr abgegebenes Versprechen wahr. Im Juni letzten Jahres trat er bereits durch einen Besuch mit der Stiftung „Niedersachsen packt an“ bei einer Veranstaltung im Jugendzentrum Bramsche mit dem Jugendparlament in Kontakt. Beeindruckt zeigte er sich von der Initiative und dem Tatendrang der Jugendlichen damals, sodass er ihnen versicherte, sie nach Berlin einzuladen. Unverändert positiv ist nach dem Besuch dabei das Bild der Jugendlichen vom Staatssekretär geblieben. „Sehr zuvorkommend und sympathisch“ ist der SPD-Politiker laut Hendrik Westermann gewesen.

Nach dem Besuch in der niedersächsischen Landesvertretung besichtigten die politischen Nachwuchskräfte mit dem Brandenburger Tor und dem Holocaust-Mahnmal noch zwei bedeutende Wahrzeichen der Hauptstadt, bevor sie mit einem Essen im Sony Center den Abend ausklingen ließen.

Der Terminkalender der Reisegruppe ließ auch in den Folgetagen kaum Lücken über. Unter anderem wurden sie vom Bad Rothenfelder Bundestagsabgeordenten Rainer Spiering zum Essen eingeladen, begutachteten das Berliner Olympiastadion oder unternahmen bei strahlendem Sonnenwetter eine touristische Spreerundfahrt. Höhepunkt der Woche war für viele der Teilnehmer allerdings die politische Debatte über das Cannabiskontrollgesetz im Plenarsaal, welche die Bramscher Jungpolitiker aus der Zuschauerrolle genossen. Als „spannendsten Teil der ganzen Fahrt“ titulierte Sophia Borgmann die Debatte, während Stefanie Uhlenkamp es „sehr interessant“ fand, politische Hochkaräter wie den Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir live in seinem Kernelement zu sehen.

Letzte Station der Reise war dann der Besuch des Museums „Story of Berlin“. Geführt wurden die Parlamentarier durch einen Atomschutzbunker, der anlässlich des Kalten Krieges in den 1970er Jahren gebaut wurde. Der Bunker, der Nahrungsrationen für 14 Tage enthält und bis zu 3600 Leute fassen kann, zeigte seine Wirkung bei der Bramscher Reisegruppe. „Beeindruckend wie viele Leute dort reinpassen“ stellte Judith Heidebreck fest.

Trotz der hohen Dichte an festen Terminen blieb dem Jugendparlament aber auch genügend Zeit gemeinsam zu quatschen und zu lachen und den Geist der Gruppe zu festigen. So habe die dreitägige Reise „das Jugendparlament als Team aber auch als generelles politisches Organ gestärkt“ meinte Abgeordnete Sophia Borgmann. Yannick Fisse fasste die Fahrt als „voll gepackt, aber hochinteressant und durch und durch spannend“ zusammen.


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