Wahl Sportler des Jahres Bramscher Tennis-As über 40 Jahre auf höchstem Niveau

Immer im Training: Momentan bereitet sich der 75-jährige Herman Smidt beim TC Bramsche auf die demnächst anstehenden Turniere vor. Foto: Sascha KnapekImmer im Training: Momentan bereitet sich der 75-jährige Herman Smidt beim TC Bramsche auf die demnächst anstehenden Turniere vor. Foto: Sascha Knapek

Bramsche. Zum zweiten Mal werden Bramsches Sportler des Jahres gewählt. Bis Ende Juni stellen wir die Kandidaten vor. Heute ist es der Tennisspieler Herman Smidt vom TC Bramsche.

Seit 42 Jahren gehört Herman Smidt dem TC Bramsche an. Eine lange Zeit, in der das Tennis-Urgestein zahlreiche Titel, viel Turniererfahrung und auch schon drei Bramscher Rosen sammeln konnte. Im vergangenen Jahr wurde der als Sportler des Jahres Nominierte Dritter bei den Deutschen Meisterschaften.

Herman Smidt ist gebürtiger Niederländer und kam in seiner Funktion als Sportoffizier der niederländischen Armee im Jahr 1974 nach Bramsche. Mittlerweile wohnt der 75-Jährige in Engter und ist nicht nur im TC Bramsche aktiv. Große sportliche Erfolge feierte der Diplomsportlehrer, der auch einen deutschen Pass besitzt, außerdem im Trikot des TV Espelkamp-Mittwald. Als Mitglied des Herren-70-Teams des TV gewann Smidt 2016 auf der Anlage von Blau-Weiß Berlin die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

Smidts andere überregionalen Erfolge aufzulisten, würde den Rahmen sprengen. Aber allein ein Blick auf die vergangenen Monate genügt, um zu verdeutlichen, auf welchem Niveau sich der ehemalige Sportoffizier bewegt. Der dritte Platz bei den Deutschen Meisterschaften (Herren 75) in Bad Neuenahr steht dabei neben Einzel- und Doppel-Vizemeisterschaften in der Halle.

„Seit mehr als 40 Jahren ist Herman Smidt das Bramscher Aushängeschild im Tennissport. Kein Sportler in Bramsche kann über diese lange Zeit mehr hochklassige Erfolge vorweisen als er“, begründet TC-Sportwart Günter Sepp, warum Smidt es aus seiner Sicht verdient hätte, die Wahl zu gewinnen.

„Herman Smidt lebt Tennis. Er hat in seiner Altersklasse in der höchsten Klasse gespielt und seine Erfolge sprechen für sich. Gründe genug, um ihn als Bramscher Sportler des Jahres zu nominieren“, begründet Jurymitglied Christian Kuhlmann, Vorsitzender des Sportverbands Bramsche, die einstimmig gefällte Nominierungsentscheidung des Gremiums.

Im Oktober in die USA?

Sport, vor allem Tennis, hat von je her einen großen Anteil am Alltag des Engteraners. „Solange es mein Körper aushält, mache ich es. Wer sich körperlich fit hält, bleibt auch geistig fit“, ist sich Herman Smidt, der als junger Mann auch in der niederländischen Volleyball-Bundesliga aktiv war, sicher. Im Sommer trainiert der 75-Jährige zweimal pro Woche, geht zusätzlich zweimal ins Fitnessstudio und einmal auf den Golfplatz. Ein Pensum, das ihm bei dem bevorstehenden Turnierprogramm zugutekommen soll. Wenn der sportliche Erfolg stimmt, darf sich Smidt sogar Chancen darauf ausrechnen, im Oktober bei den Mannschaftsweltmeisterschaften der „Super-Seniors“ in den Vereinigten Staaten dabei zu sein.

Über die Auszeichnung als Bramscher Sportler des Jahres würde sich der Niederländer mit deutschem Pass natürlich freuen. Wichtiger ist ihm allerdings, dass der Tennissport durch seine Nominierung wieder mehr in den Blickpunkt rücken könnte. Eben dieser „weiße Sport“, in den sich der damals zehnjährige Herman Smidt, als er im holländischen Hoogeveen erstmals die Rolle eines Balljungen übernehmen durfte, verliebt hat.


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