Triumphzug-Premiere als Höhepunkt Kinder genießen Römer- und Germanentage in Kalkriese

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Kalkriese. Es herrschte reger Andrang im Park und Museum auf dem Varusschlachtgelände. Rund 10000 Menschen haben in diesem Jahr die Römer- und Germanentage besucht.

Das haben die Organisatoren in Kalkriese am Ende des zweiten Veranstaltungstages mitgeteilt. Der Geschäftsführer der Varusschlacht GmbH, Joseph Rottmann, sprach von einer „einzigartigen Atmosphäre“. Das Konzept sei „voll aufgegangen“. Die Besucher hätten sich, so Rottmann, “wie in eine andere Zeit versetzt gefühlt“.

Weiterlesen: Bilder und Eindrücke vom ersten Tag

An beiden Pfingsttagen hatte es dann auch mehr als 250 Römer- und Germanen-Darsteller zum Anfassen gegeben. „Sie können ruhig näher kommen. Ich beiße nicht“, forderte beispielsweise einer von ihnen laut vernehmbar manchen anfänglich noch scheuen Besucher auf, sich mitten im Römer-Lager seinem weißen Zelt und den Ausstellungsgegenständen dort zu nähern. Wie schwer ist eigentlich eine Römer-Rüstung? Wie lange dauert es, ein Kettenhemd zu „flechten“? Wie war es vor rund 2000 Jahren um die medizinische Versorgung in der Armee bestellt? Und wie lebten eigentlich die Germanen-Krieger im Alltag, wenn sie nicht gerade gegen die Römer in den Kampf zogen? Auf solche Fragen gab es in Kalkriese Antworten. 

Wie schwer ist eigentlich eine Rüstung?

„Wir setzen darauf, dass es am Ende insgesamt 10000 Besucher sein werden“, hatte Geschäftsführer Rottmann zu Beginn des ersten Veranstaltungstages betont. Eine Hoffnung, die sich nach einer ersten, vorläufigen Bilanz erfüllen sollte.

Höhepunkt an beiden Tagen in Kalkriese war jeweils der erstmals durchgeführte Triumphzug quer über das Gelände der Varusschlacht. Nachgestellt wurde dabei der Einmarsch des Feldherrn Nero Claudius Germanicus und seiner Soldaten im Jahr 17 nach Chr. in Rom.

Aber auch darüber hinaus gab es für die Besucher - darunter viele Familien mit Kindern - am östlichen Stadtrand von Bramsche eine Menge zu sehen und zu entdecken. Die  Vorführungen der germanischen und römischen Reiterstaffeln Equites Digni und Ala Batavoru lockten ebenso wie der Auftritt der römischen Artillerie das Publikum zum Arena-Hang auf dem weitläufigen Gelände.

Mitmach-Aktionen für Kinder

Begeisterung bei den jüngeren Zuschauern lösten aber auch diverse Mitmachaktionen (z.B. Speerwurf-Übungen, das Anprobieren einer massiven Soldatenausrüstung oder das Prägen von Römer-Münzen) aus. Abgerundet wurde das umfangreiche Angebot durch die offenen Türen in der Varusschlacht-Ausstellung sowie die kurzweiligen Einführungsvorträge für Kalkriese-Neulinge. Und so gingen die allermeisten Besucher wohl zufrieden nach Hause. Sicherlich auch jener kleine Junge, der in der Zeltstadt noch ein entschlossenes Nein seiner Mutter akzeptieren musste, als er diese kess danach fragte, ob „wir nicht so einen Römer-Helm kaufen können?“ Einen echten wohlgemerkt.


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