Vor großem Publikum Bramscher Feuerwehr übt Einsatz an Grundschule

Von Björn Dieckmann


Bramsche. Vor einem großen Publikum hat die Freiwillige Feuerwehr Bramsche ihre Frühjahrsübung an der Grundschule Im Sande durchgeführt.

„Feuer in der Grundschule Im Sande, Rauchentwicklung in der Pausenhalle; unklar, ob Menschen noch im Gebäude sind“: Mit diesen Stichworten wurde die Feuerwehr am Freitagabend alarmiert. Den Notruf getätigt hatte Schulleiter Klaus Feldkamp. Sein Telefonat mit der Rettungsleitstelle wurde über Lautsprecher auf dem Schulhof übertragen. So konnten die Besucher der Frühjahrsübung einen Eindruck gewinnen, wie solch ein Notruf abläuft und welche Details durch die Rettungsleitstelle in Osnabrück abgefragt werden.

Prallgefüllt war das Außengelände der Schule in der Gartenstadt zu diesem Zeitpunkt bereits: Nach einem Sponsorenlauf am Nachmittag waren Lehrkräfte, Eltern und natürlich auch die Schülerinnen und Schüler gleich vor Ort geblieben, um sich das nun folgende Schauspiel aus nächster Nähe anzuschauen.

Die Aufregung der Kinder war groß, als rund sieben Minuten nach der Alarmierung die ersten großen roten Fahrzeuge der Feuerwehr mit Blaulicht und Einsatzsignal anrückten - und wuchs dann noch, als die Jungen und Mädchen die imposante Drehleiter erblickten. Brandbekämpfung und Menschenrettung sollten an diesem Abend trainiert werden. Nach und nach verschafften sich die Einsatzkräfte einen Überblick über die Lage: Feuer im Gebäude, acht Personen vermisst, so lautete das Szenario.

Erklärungen für die Zuschauer

Das Vorgehen seiner Kameraden und des ebenfalls verständigten Malteser-Rettungsdienstes erklärte Feuerwehrmann Till Kramer detailliert per Mikrofon. So erfuhren die Zuschauer, dass der Einsatzort in zwei Abschnitte - die verqualmte Pausenhalle und einen Klassenraumtrakt - aufgeteilt wurde, um möglichst zügig und effektiv vorgehen zu können. Zu den im Gebäude „vermissten“ Personen gehörte auch Bramsches Ortsbürgermeisterin Roswitha Brinkhus, die nach ihrer „Rettung“ froh war, „dass das hier nur eine Übung ist. In dem dichten Rauch kann man sehr schnell die Orientierung verlieren“.

Die Rauchentwicklung an der Grundschule kam der eines echten Einsatzes durchaus nah.

Nach knapp einer Stunde hatten die Einsatzkräfte alle Aufgaben abgearbeitet. Und dabei gezeigt, was sie können - denn auch das ist Sinn der jährlichen Frühjahrsübungen der Freiwilligen Feuerwehr Bramsche, die stets vor Publikum stattfinden. Während sich noch einige Kinder rund um die großen Lüfter austobten, mit denen die Pausenhalle von den letzten Rauchschwaden befreit wurde, gingen die Feuerwehrleute bereits zu einer ersten Besprechung des Einsatzes über.

Manöverkritik

Die eigentliche Manöverkritik folgte dann allerdings erst später am Feuerwehrhaus an der Osnabrücker Straße. Viel zu monieren gab es dabei allerdings wohl nicht. Augenfällig war einzig, dass das Manövrieren in den schmalen Straßen rund um die Schule Schwierigkeiten bereitete und deshalb teiweise Umwege gefahren werden mussten.