Passgenaue Anbringung Ein Windrad im Bramscher Ahrensfeld bekommt seine Flügel


Bramsche. Der Endspurt im Windpark Ahrensfeld ist eingeläutet. Das vorletzte von sieben Rädern dort hat seine Flügel bekommen. In luftiger Höhe wurden die Nabe und die Rotorblätter angebracht.

„Wir liegen zeitlich weitgehend im Plan“, sagt der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Jürgen Westerhaus: „Ich hoffe, dass wir nun auch das letzte Windrad zügig fertigstellen können.“ Westerhaus und seine Partner zeichnen zwischen Lappenstuhl und Epe/Malgarten für insgesamt 13 neue Türme – jeder einzelne in der Spitze 200 m hoch – verantwortlich. Sechs im Bezirk Wittefeld, sieben im Ahrensfeld.

Möglichst Ende Mai oder Anfang Juni, so der Geschäftsführer, solle auch das letzte Windrad ans Netz gegangen sein und Strom produzieren. Zuvor seien aber noch in einzelnen Türmen die notwendigen Innenarbeiten abzuschließen. Darunter fallen beispielsweise die Installierung eines mächtigen Trafos und dessen Kühlung sowie die Verlegung von internen Stromleitungen, erklärt Westerhaus.

Die Anbringung von Rotornabe und drei Flügeln am vorletzten Windrad hatte zuletzt jedenfalls reibungslos und zügig geklappt. Sonnenschein begleitete auf der Baustelle die Mitarbeiter der Fachfirmen. Innerhalb von 75 Minuten – vom Anheben des tonnenschweren Corpus vom Boden bis zur Anbringung in 140 Meter Höhe – war das Werk gleich im ersten Anlauf vollbracht. Die dafür notwendige Windstille war gegeben. Erkennbare Verzögerungen oder Unterbrechungen gab es nicht. Bemerkenswert: Für eine Großbaustelle war es in jener Phase erstaunlich ruhig. Es herrschte allerhöchste Konzentration.

In die Errichtung der Windparks Wittefeld und Ahrensfeld investiert die Betreibergesellschaft aus Bramsche rund 70 Millionen Euro. Darin werden auch jene zusätzlichen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen enthalten sein, die in einer Extra-Vereinbarung mit dem regionalen Umweltforum ausgehandelt worden sind bzw. sich abzeichnen, so Westerhaus („Auf einem guten Weg, kurz vor dem Abschluss“).


36 Windräder links und rechts der Landesstraße78 bei Bramsche

Wenn alle fünf Windparks links und rechts der Landesstraße78 bei Bramsche-Lappenstuhl, Epe/Malgarten, Kalkriese und Vörden demnächst fertig errichtet sein sollten, werden in diesem Sektor insgesamt 36 Windräder entstanden sein. Zwischen 180 und 200 Millionen Euro werden dafür insgesamt von den verschiedenen Betreibergesellschaften investiert.

Fertiggestellt sind und am Netz bereits die Windparks Kalkriese (zwölf Räder), Rieste-Wittenfelde (vier Räder) und Bramsche-Wittefeld (sechs Räder). Im Abschnitt Ahrensfeld sind unterdessen sechs von sieben Türmen aufgestellt, aber – Stand heute – noch nicht „aktiviert“. In Vörden („Im Bernhorn“, bis zu sieben Räder direkt an der Gemeindegrenze zu Kalkriese) haben die ersten Bauarbeiten im Windpark unlängst begonnen.

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