Verein bittet um Verständnis Hunde unerwünscht im Bramscher Hasebiotop

Von Heiner Beinke


Bramsche. Rund um den Hasealtarm an der Nordtangente in Bramsche hat der Verein zur Revitalisierung der Haseauen eine Ruhezone geschaffen, in der sich die Natur ungestört entwickeln soll. Doch die Ruhe wird nach Angaben des Vereins vor allem durch Spaziergänger mit Hunden gestört.

Am Rande des Ortstermins zur Vorstellung des neuen Strömungsteilers am Hasealtarm wiesen Björg Dewert vom Haseauenverein und Jürgen Herpin vom Dachverband Hase auf die Problematik hin. Als Bramscher beobachte er immer wieder Hundehalter, die die große Freifläche zwischen Altarm und Nordtangente als gute Gelegenheit betrachten, ihren Hund laufen zu lassen. Das aber ist hier nicht nur in der Brut- und Setzzeit unerwünscht: Die kleine Haseaue soll sich zusammen mit dem Altarm zu einer Ruhezone für die Natur entwickeln.

Deshalb wurde im Jahr 2015, als der Altarm an die Hase angeschlossen wurde, auch die Verwallung direkt am Haseufer zurückgenommen und gut 100 Meter entfernt vom Fluss an einem Wirtschaftsweg wieder aufgeschüttet. Die Stadt Bramsche stellte die Fläche zur Verfügung, die nun zur Überflutung freigegeben ist und im kleinen die Haseauenlandschaft wiederspiegelt.

„Tolle Idylle“

„Wir haben hier mit relativ wenig Aufwand eine tolle Idylle geschaffen. Eine gute Sache mit wenig Geld“, freute sich Herpin damals über die mit insgesamt rund 70000 Euro ermöglichte Wiederbelebung. Seine damals geäußerte Hoffnung, dass Spaziergänger auf dem beliebten Rundweg an der Hase bis zum Verteilerbauwerk in Sögeln einen kleinen Bogen um das Biotop machen, erfüllten sich allerdings nicht. „Wir haben jetzt die Besucherlenkung noch etwas verbessert“, hofft Herpin nun auf mehr Ruhe auf der rechten Haseseite.

Die Infotafel erläutert, warum die Fläche am Hasealtarm nicht betreten werden soll. Foto: Heiner Beinke

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