Konzept bindet Varusschlacht ein Lob aus Kalkriese für Rufbus-Vorschlag der Planos


Kalkriese. Die geplante Busnetz-Reform im Stadtgebiet von Bramsche wird besonders im ländlichen Ortsteil Kalkriese begrüßt. Dort, wo die Initiative vor einigen Monaten ihren Ausgangspunkt hatte.

Folglich ist auch Martin Negel ist zufrieden. Zusammen mit Ortsbürgermeister Helmut Bei der Kellen (SPD) und den anderen Ortsratsmitgliedern hatte sich der Grünen-Politiker in den vergangenen Monaten für eine Stärkung des Bus-Angebotes (ÖPNV) in Kalkriese stark gemacht. Eine bessere Anbindung an das Stadtzentrum von Bramsche sollte her. Die jüngsten von der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) vorgelegten Konzepte berücksichtigen genau das.

Kalkriese und dessen Ortsrat waren dabei der Ausgangspunkt der Reformüberlegungen. „Es war schnell klar, dass es keine isolierte Lösung nur für einen Ortsteil geben kann, sondern nur ein neues Gesamtkonzept“, sagt Martin Negel jetzt. Und er verteilt ein Lob: „Die Planos hat nun einen intelligenten Vorschlag vorgelegt.“ Dieser sieht im Stadtgebiet – neben dem Festhalten an den bewährten Linien 610 (über Achmer und den Bramscher Berg nach Osnabrück), L620 (von Ueffeln ins Stadtzentrum zum Bahnhof), L585 (von Osnabrück über Engter nach Vörden) und L690 (aus Engter in die Bramscher Innenstadt) – eine deutlich veränderte Linie 680 (aus Lappenstuhl jetzt auf neuem Kurs durch die Gartenstadt zum Bramscher Bahnhof) und sogenannte Bedarfsverkehre nach Kalkriese, Epe-Malgarten und Pente vor. Also Rufbusse, die gegebenenfalls auf Wunsch der Bürger fahren.

Drei Jahre Probezeit sind angedacht. 40000 Euro extra würde die Stadt diese Busnetz-Erweiterung jährlich kosten. „Alle Linien werden so optimiert“, stellt Grünen-Vertreter Negel fest. Es gäbe dadurch Anschlüsse an Nahverkehrsmittel nach Osnabrück. Vor allem über den Bahnhof im Stadtzentrum. „Eine deutliche Qualitätsverbesserung für ganz Bramsche“, so Negel. Die zusätzlichen Ausgaben für den ÖPNV nennt er „mehr als gerechtfertigt“. Jetzt muss nur noch kurzfristig eine Mehrheit dafür im Stadtrat her. Bisher hat aber nur die CDU ablehnend reagiert. Negel & Co. dürfen also berechtigt hoffen.

Ebenso wie die Verantwortlichen des Varusschlacht-Museums in Kalkriese. Auch das Ausstellungsgelände soll Bestandteil des angedachten Rufbussystems werden. „Ich begrüße das ausdrücklich“, sagt Joseph Rottmann - der Geschäftsführer der Varusschlacht gGmbH.

Negel: „Bei den Bürgern werben“

Vor allem eine verbesserte Anbindung an den Bramscher Bahnhof stellt Rottmann als Chance heraus. „Das kann nur zur Attraktivitätssteigerung beitragen“, sagt er mit Blick auf das Varusschlacht-Museum und dessen Erreichbarkeit. Auch Rottmann wird also in den kommenden Wochen gespannt auf die Entscheidung im Bramscher Stadtrat schauen.

Grünen-Politiker Negel sieht aber auch den Ortsrat in der Pflicht, falls in Kalkriese das Rufbussystem realisiert werden sollte. „Entsprechende Werbemaßnahmen bei den Bürgern“, seien notwendig, damit der Bedarfsverkehr ein Erfolg werde, sagt er.


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