Offizieller Baubeginn Erster Spatenstich für neues Feuerwehrhaus in Engter

Beim ersten Spatenstich wehte ein kräftiger Wind. Vertreter der Stadt Bramsche, des Rohbau-Unternehmens, der Politik, der Feuerwehr und des Architekturbüros meisterten ihre Aufgabe dennoch souverän vor den Augen der Engteraner Kameraden. Foto: Björn DieckmannBeim ersten Spatenstich wehte ein kräftiger Wind. Vertreter der Stadt Bramsche, des Rohbau-Unternehmens, der Politik, der Feuerwehr und des Architekturbüros meisterten ihre Aufgabe dennoch souverän vor den Augen der Engteraner Kameraden. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben in Engter die Bauarbeiten zur Errichtung eines neuen Feuerwehrgebäudes offiziell begonnen.

Am Freitagnachmittag kamen Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann, Vertreter des Bauamtes, die Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher des Kirchspiels Engter, Mitglieder des Stadtrats-Ausschusses für Feuerwehr und Ordnung, der den Rohbau ausführenden Firma sowie des Architekturbüros auf dem Gelände an der Vördener Straße (Landesstraße 78) am Ortsausgang von Engter in Richtung Lappenstuhl zusammen, um den Spatenstich vorzunehmen. Natürlich auch vor Ort: Eine große Anzahl an Engteraner Feuerwehrkameraden rund um Ortsbrandmeister Hartmut Gausmann sowie das Stadtkommando und Kreisbrandmeister Cornelis van de Water.

Dank an Ehrenamtliche

Bürgermeister Pahlmann erklärte in einer kurzen Ansprache, die finanzielle Unterhaltung der Feuerwehr sei zwar für die Stadt Bramsche eine Pflichtaufgabe. „Aber wir übernehmen sie gerne, weil wir wissen, dass wir uns auf die vielen Ehrenamtlichen in allen Ortsfeuerwehren jederzeit verlassen können“. Er sei deshalb auch froh, „dass wir nun hier in Engter zur Tat schreiten können“, meinte Pahlmann. Über das neue Feuerwehrhaus sei lange diskutiert worden. „Ob es wirklich 16 Jahre waren, wie neulich in der Zeitung stand, weiß ich nicht. Jetzt aber ist die Zeit gekommen, nach vorne zu schauen“.

Ganz genau hingegen wusste es Ortsbrandmeister Gausmann: Am 26. März 2001 – und damit tatsächlich vor genau 16 Jahren – sei es gewesen, dass sich der damalige Ortsbürgermeister Wilhelm Berkemeyer schriftlich an die Stadtverwaltung gewandt und darauf aufmerksam gemacht habe, dass das bestehende Feuerwehrgebäude im Ortskern nicht mehr den Anforderungen entspreche. „Seitdem ist viel Wasser die Hase hinuntergeflossen, nach meinen Berechnungen rund 500 Millionen Kubikmeter“, schmunzelte Gausmann. Nun hoffe er nur noch, „dass hier nicht auch noch die Archäologen irgendwelche Spuren der alten Römer finden“, so der Ortsbrandmeister in Anspielung auf die zahlreichen historischen Funde in Hesepe am Stapelberger Weg.

Kosten von bis zu 1,7 Millionen Euro

Rund 1,7 Millionen Euro hat die Stadt Bramsche für den Neubau der Feuerwehrwache an der Vördener Straße angesetzt. Knapp über 1,5 Millionen beträgt derzeit die aktuelle Kalkulation, ein „Puffer“ für Unwägbarkeiten ist dadurch vorhanden. Errichtet wird das Gebäude in einer Stahlskelett-Bauweise, die von großflächigen Betonteilen ummantelt werden. Neben der Halle für die Unterbringung der Fahrzeuge wird es weitere Räume für die technische Ausstattung der Feuerwehr geben, ebenso Sanitärräume inklusive Duschen und Besprechungsräume. Außerdem wird eine Waschhalle angebaut, die auch der Rettungsdienst und der Betriebshof für ihre Fahrzeuge nutzen können. Der Rohbau wird voraussichtlich schon im Juni fertig sein, bis Jahresende auch der Innenausbau.


Die Stützpunktfeuerwehr Engter ist eine der acht Feuerwehren in der Stadt Bramsche. Der Löschbezirk umfasst eine Gesamtfläche von fast 70 Quadratkilometern und besteht aus den Stadtteilen Engter, Evinghausen, Kalkriese, Lappenstuhl und Schleptrup. Das sind 37,3 Prozent der Gesamtfläche der Stadt Bramsche. Die fünf Stadtteile haben rund 6000 Einwohner. Zu den Einsatzschwerpunkten gehören unter anderem große Industriegebiete, Schulen, Kindergärten, Autobahnen, Bundes- und Landstraßen, der Mittellandkanal, das Varusschlacht-Museum in Kalkriese, viele Bauernhöfe, Handwerksbetriebe und historische Gebäude. (Quelle: www.feuerwehr-bramsche.org)

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