Thema im Ortsrat Planung für neuen Skate-Park in Bramsche wird konkreter

In einem schlechten Zustand ist die derzeitige Skate-Anlage an der Alten Webschule in Bramsche. Sie soll ersetzt werden. Ob dafür auch die aus Holz konstruierte Mini-Ramp (rechts) abgebaut wird, ist noch nicht entschieden. Foto: Björn DieckmannIn einem schlechten Zustand ist die derzeitige Skate-Anlage an der Alten Webschule in Bramsche. Sie soll ersetzt werden. Ob dafür auch die aus Holz konstruierte Mini-Ramp (rechts) abgebaut wird, ist noch nicht entschieden. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche. An der Alten Webschule in Bramsche soll ein neuer Skate-Park entstehen. Das Jugendparlament stellte dazu seine aktuellen Planungen im Ortsrat Bramsche vor und erhielt die Zusage über einen Zuschuss von 5000 Euro.

Für das Jugendparlament (Jupa) stellten Sophia Borgmann und Judith Heidebreck das Vorhaben vor, das die jungen Politiker bereits seit Anbeginn der Wahlperiode begleitet: Der Startschuss erfolgte demnach mit einer Erkundunsgreise durch die Region, zusammen mit Mitarbeitern der Stadtjugendpflege, die als Mentoren des Jupa fungieren. „Dabei haben wir uns zusammen mit einigen Skatern verschiedene Anlagen angeschaut und Eindrücke und Ideen gesammelt“, berichtete Borgmann in der Ortsrats-Sitzung am Montagabend im Rathaus. In der Folge habe es eine Zukunftswerkstatt gegeben , „um die konkreten Wünsche für einen Skate-Park in Bramsche zusammenzutragen“, so Borgmann weiter. Dies sei zunächst einmal ohne Denkverbote erfolgt, unabhängig von möglichen Kosten.

Viele Ideen gesammelt

Die folgende Feinarbeit habe dann gezeigt, so führte Judith Heidebreck aus, dass die Jugendlichen sich zwei Anfahrelemente wünschen, auch Quarter genannt. Zudem eine Fun-Box als „Centerpiece“, also als zentrales Element, und zwei sogenannte Rails. Eine Beleuchtung, die über eine Zeitschaltuhr gesteuert wird, soll das Skaten auch in der dunklen Jahreszeit möglich machen. Ein Sanierungsfall sei auch der Boden der Anlage. In Betracht komme zwar eine Teil-Sanierung, dann aber würde es weitere Unebenheiten zwischen sanierten und nicht-sanierten Abschnitten geben. Die Jugendlichen schlugen deshalb eine komplett neue Asphaltierung vor. Außerdem solle die bisherige Mini-Ramp abgebaut werden. „Deren Sanierung würde alleine schon 14000 Euro kosten. Das wollen wir nicht“, erklärte Heidebreck.

Bei der Ausarbeitung der konkreten Planungen hat das Jugendparlament eng mit Christian Müller von der Bauverwaltung der Stadt Bramsche zusammengearbeitet. Er gab schmunzelnd zu: „Zu Beginn kannte ich nicht einmal den Unterschied zwischen einer Halfpipe und einer Mini-Ramp“. Nicht zuletzt deshalb sei auch ein Fachplaner hinzugezogen worden. Im Laufe der Zeit habe es dann Punkte gegeben, „an denen wir alle kurz vor dem Aufgeben waren – allein wegen der Kosten“, erzählte Müller. Doch mit Beharrlichkeit und Durchsetzungswillen hätten die Jugendlichen letztlich ihr Projekt doch weiter verfolgt.

Großes Lob aus dem Ortsrat

Nicht nur von Müller, sondern auch aus dem Ortsrat gab es für den Vortrag und die Arbeit des Jugendparlaments großes Lob. Einige Nachfragen gab es allerdings zu den Kosten, die mit 56000 Euro für die neuen Skate-Elemente, die Asphaltierung des Platzes und weitere Fachplanung veranschlagt sind – eine Summe, „bei der man schon Luft holen muss“, wie Imke Märkl (CDU) formulierte. Jessicka Mack, Geschäftsführerin des Universum-Vereins, der die Webschule führt, erklärte dazu, vorgesehen seien Eigenmittel des Vereins und des Jugendparlaments, außerdem eine Zuwendung der Bramscher Bürgerstiftung. Man hoffe zudem auf eine Förderung durch die Lotto-Sport-Stiftung, die bis zur Hälfte des vorgesehenen Betrags liegen ausmachen können. 30000 Euro seien im Haushalt der Stadt Bramsche eingestellt . „Unser Ziel ist es aber, das nicht in voller Höhe abzurufen“, betonte Mack.

Beim Ortsrat beantragte Univerum e.V. einen Zuschuss von 5000 Euro. Diesem Wunsch wurde auch einmütig stattgegeben.


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