„Sanierung läuft nach Plan“ Kritik sorgt für Wirbel an Bramscher Hauptschule

Von Heiner Beinke

Am Standort Heinrichstraße wird neben der Hauptschule bald auch die Realschule untergebracht. Foto: Heiner BeinkeAm Standort Heinrichstraße wird neben der Hauptschule bald auch die Realschule untergebracht. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Die Diskussion im Fachausschuss über Sanierungsbedarf am Bramscher Schulstandort Heinrichstraße hat im Kollegium der Hauptschule einige Aufregung verursacht. Um die Wogen zu glätten, hatte der Erste Stadtrat Ulrich Willems am Freitag alle Beteiligten aus Politik, Verwaltung und Schule zu einem Gespräch eingeladen.

Durch die Kritik an baulichen Missständen und die Berichterstattung darüber entstehe der falsche Eindruck, die Hauptschule sei untätig gewesen und die Sanierung komme erst jetzt in Schwung, da die Realschule mit in das Gebäude ziehe, fasste Hauptschulleiterin Sandra Castrup die Stimmung im Kollegium zusammen, in dem sich einige verletzt fühlten. Dabei gebe es in der Hauptschule auch räumlich sehr viele positive Dinge. Und an den weniger schönen werde nach einem schon lange festgelegten Konzept gearbeitet.

Für die Bauverwaltung erläuterte Christian Müller, die Sanierung der Hauptschule laufe seit Jahren in mehreren thematischen Teilabschnitten. Sei sei der Brandschutz im ganzen Gebäude auf dem neuesten Stand und die ganze Schule barrierefrei. Eine „optische Anpassung“ stehe jetzt noch aus. Es sei aber sinnvoll, diese Arbeiten als letzte vorzunehmen. Diese Sanierung sei unabhängig von dem Einzug der Realschule in das Gebäude Heinrichstraße geplant gewesen.

Haushalt im Blick

Die Ratsfrauen Anette Staas-Niemeyer (FDP) und Annegret Christ-Schneider betonten, sie hätten bei ihren Wortbeiträgen die Haushaltsdebatte im Blick gehabt. Ihr Bestreben sei es gewesen, vor allem auf Mängel hinzuweisen, um den Haushaltsansatz für die Hauptschule zu verteidigen. Deshalb seien positive Aspekte wie etwa der Mensatrakt zu kurz gekommen. Sie wüssten aber sehr wohl zu schätzen, was an der Hauptschule an pädagogischer Arbeit geleistet werde und was für eine gute räumliche und sachliche Ausstattung unternommen werde.

Ulrich Willems richtete schließlich den Blick nach vorn. Es gelte nun, gemeinsam mit beiden Schulleitungen das Raumprogramm abzustimmen und daraus konkrete Planungen abzuleiten. Kinder, die jetzt an der Heinrichstraße eingeschult werden, „erleben ihre Schulzeit in einem gut funktionierenden Gebäude“, versprach der Stadtrat. In einer Übergangszeit würden Kompromisse notwendig sein. Die Einrichtung einer vorübergehenden Außenstelle etwa an der Jägerstraße mache aber keinen Sinn, betonte Willems.

Sandra Castrup bekräftigte den Willen, mit der Realschule partnerschaftlich zusammenzuarbeiten. „Wir werden in einem Lehrerzimmer zusammensitzen“, betonte sie. Aufgrund dieser bevorstehenden Veränderungen und der Entscheidung gegen eine Oberschule seien „beide Schulen angespannt“, hat Helmut Langelage beobachtet, der in der Verwaltung die Schulen betreut.