Jahreshauptversammlung Björn Lüssenheide neuer Ortbrandmeister in Achmer

Von Henning Stricker

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Günter Thomann (l.) gab das Amt des Ortsbrandmeister in jüngere Hände. Björn Lüssenheide (2.v.l.) und Björn Mai (r.) führen nun die Ortsfeuerwehr Achmer. Foto: Henning StrickerGünter Thomann (l.) gab das Amt des Ortsbrandmeister in jüngere Hände. Björn Lüssenheide (2.v.l.) und Björn Mai (r.) führen nun die Ortsfeuerwehr Achmer. Foto: Henning Stricker

Achmer. Seit Mitte Dezember des letzten Jahres leitet nun mit Björn Lüssenheide ein langjähriges Mitglied die Ortsfeuerwehr Achmer. Er ist Nachfolger von Günter Thomann, der das Amt des Ortsbrandmeisters zwölf Jahre lang ausübte. Björn Mai übernimmt den Posten des stellvertretenden Ortsbrandmeisters von Lüssenheide.

Und so bat Lüssenheide, der zu ersten Mal die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr leitete, mit einem Augenzwinkern um Nachsicht und Günter Thomann darum, ihm bei Fehlern diskret ein Zeichen zu geben. Doch das brauchten weder Thomann noch der ebenfalls anwesende stellvertretende Stadtbrandmeister Wilfried Menke. Lüssenheide ist auch im Hauptberuf als Feuerwehrmann tätig.

In seinem ersten Bericht als Ortsbrandmeister wies Lüssenheide auf die Schwerpunkte hin, die er in den nächsten sechs Jahren abarbeiten möchte. Er nannte dabei den weiteren Ausbau der Realbrandausbildung, die Erweiterung des Feuerwehrgebäudes um einen sogenannten Schwarz/Weiß Bereich, um nach einem Einsatz die Kontamination der Privatkleidung der Feuerwehrleute mit eventuellen Schadstoffen aus der Einsatzkleidung zu vermeiden und den Anbau eines Büroraumes, der zur Zeit in einem anderen Gebäude gemeinsam mit dem neuen Jugendtreff in einer Wohnung untergebracht ist .

Notlagen und Sturmschäden

Ebenfalls zum ersten Mal berichtete Björn Mai aus dem Einsatz- und Dienstbetrieb der Ortsfeuerwehr. „Im abgelaufenen Jahr hatten wir es vor allem mit Menschen in Notlagen und Sturmschäden zu tun“, sagte er. Insgesamt verzeichnete die Statistik 57 Einsätze. „ 20 mal wurde die Wehr zu Brandeinsätzen , auch außerhalb von Achmer alarmiert. 37 weitere Einsätze fielen in den Bereich der Technischen Hilfe. „Neben der nachbarschaftlichen Löschhilfe in Seeste und zwei Verkehrsunfällen sorgte auch in Achmer das Unwetter im Juni für viele Einsätze in einer Nacht“, so Mai weiter.

Fünfmal zu Reanimationen gerufen

Aus dem Dienstbetrieb der Umweltgruppe berichtete Jens Schwegmann, für das Erste-Hilfe Team übernahm Andreas Funke den Part. Die Umweltgruppe musste in 2016 zum ersten Mal seit Jahren nicht im Rahmen des Fachzuges Umwelt im Landkreis tätig werden. Belastender war die Einsatzstatistik für das Erste-Hilfe Team. „Insgesamt wurden wir fünfmal zu Reanimationen alarmiert“, so Funke. In einem Fall unterstützten die Achmeraner den Rettungsdienst bei einer Reanimation bis zur Notaufnahme in ein Osnabrücker Krankenhaus. Erwähnung in dem Bericht über das Erste-Hilfe Team fand Marco Berndzen, der hier die meisten Dienststunden aufweisen konnte.

Neuaufnahmen und Beförderungen

Aufgrund vieler Weiterbildungsmaßnahmen konnten Björn Lüssenheide, Björn Mai und Wilfried Menke nicht nur viele Beförderungen vornehmen. Auch eine Neuaufnahme in die Feuerwehr und die Übernahme von drei Feuerwehrleuten nach der Probezeit konnten sie vermelden. Neu in die Ortsfeuerwehr Achmer ist Christian Mai. Nach einer erfolgreichen Truppmannausbildung konnten Carolin Funke und Julian Kappelmann in die Wehr übernommen werden. Ebenfalls neu im Team ist Ron David Hofrichter, der über die Werkfeuerwehr der Firma Remondis auf die Ortsfeuerwehr Achmer aufmerksam wurde.

Christian Hackmann wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert, Sebastian Wippermann und Björn Mai wurden zum Löschmeister ernannt, Kai Lüssenheide zum Oberlöschmeister. Birte Schwegmann und ihr Bruder Jens Schwegmann wurden in den Dienstgrad des Hauptlöschmeisters berufen. Die große Runde komplettierte Björn Lüssenheide, der zum Oberbrandmeister befördert wurde.

Nach den Grußworten von Bürgermeister Heiner Pahlmann und der Fraktionsvorsitzenden im Ortsrat ließ Ortsbürgermeister Dennis Kaden Taten folgen. Mit einem „Brand in der Flasche“ bedankte er sich bei Günter Thomann für die geleistete Arbeit zum Wohle der Bürger. „Du hast vor 12 Jahren eine gute Wehr übernommen und jetzt eine noch bessere abgegeben“, so das Resümee von Kaden.


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