Bisher noch kein Investor in Sicht Heyform vor dem Übergang in offizielle Regelinsolvenz

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Ein Einblick in die Heyform-Ausstellung am Standort in Engter. Der Automobilzulieferer wird die Hallen dort jedoch bis spätestens im Sommer räumen müssen. Foto: Marcus AlwesEin Einblick in die Heyform-Ausstellung am Standort in Engter. Der Automobilzulieferer wird die Hallen dort jedoch bis spätestens im Sommer räumen müssen. Foto: Marcus Alwes

Engter. Wenn am 1. Februar die ersten 60 von rund 200 Beschäftigten der finanziell schwer angeschlagenen Heyform Bramsche GmbH in die unlängst gegründete Transfergesellschaft wechseln, könnte fast zeitgleich aus dem vorläufigen Insolvenzverfahren, in dem sich der Automobilzulieferer momentan befindet, ein offizielles Regelinsolvenzverfahren werden.

Ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Lucas F. Flöther (Kanzlei Flöther & Wissing, Berlin) bestätigte diese Annahme des obersten Gläubigervertreters ebenso wie der Heyform-Betriebsratsvorsitzende Dietmar Schminkel. Die endgültige Entscheidung über einen möglichen Übergang in ein offizielles Insolvenzverfahren trifft jedoch das Amtsgericht in Bersenbrück.

Völliges Aus für den Standort Engter?

Dann könnte auch die Suche nach einem möglichen Investor fortgesetzt werden, der Interesse hat, den insolventen Betrieb in Engter – oder einzelne Sparten davon – zu übernehmen. Ob es einen solchen Geldgeber allerdings überhaupt gibt, ist zur Stunde noch völlig offen – eher sogar mehr als fraglich.

Fest steht aber inzwischen, dass die komplette Produktion von Komponenten für den Auftraggeber VW nach Timisoara in Rumänien verlagert wird. Immer mehr Maschinen wurden deshalb zuletzt in den Hallen Engter abgebaut und auf den Weg nach Südosteuropa geschickt. Zudem erklärten sich bislang rund zwanzig Heyform-Beschäftigte bereit, vorläufig aus Bramsche nach Rumänien zu wechseln, um dort in den nächsten zwei, drei Monaten unter dem Dach der Enec Automotive S.R.L. für einen reibungslosen Übergang in der Produktion zu sorgen.

Diese zwanzig Mitarbeiter werden auch entsprechend später in die besagte Transfergesellschaft wechseln, die unter Federführung der Quotac Management GmbH (Bremen) gegründet worden ist. Als Anlaufstelle für die Arbeitnehmer in der Transfergesellschaft soll ein Büro in der Region Bramsche/Osnabrück eingerichtet werden.

Helfer in der Produktion: 20 Mitarbeiter in Rumänien

Bis spätestens zum Sommer wird in Engter auf jeden Fall zudem die vereinbarte Produktion für die Auftraggeber VW, Porsche und DAF abgewickelt. Während die Komponentenfertigung für Volkswagen in diesen Tagen bereits in die finale Phase geht und die Herstellung der Porsche-Ladeböden bis Ende Februar abgeschlossen sein soll, wird die Produktion für DAF Trucks noch längere Zeit laufen. Bis Ende August hat Heyform dafür Hallenräume in Engter zur Verfügung.


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