Donnerstag zum letzten Mal geöffnet Telepoint Bramsche schließt Knall auf Fall

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Ab Freitag, 20. Januar 2017, kann dieses Hinweis-Schild am Telepoint in Bramsche abgebaut werden. Denn dann öffnet der Elektronikmarkt nicht mehr. Foto: Björn DieckmannAb Freitag, 20. Januar 2017, kann dieses Hinweis-Schild am Telepoint in Bramsche abgebaut werden. Denn dann öffnet der Elektronikmarkt nicht mehr. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche. Der Telepoint in Bramsche schließt offenbar Knall auf Fall: Nach Informationen unserer Redaktion ist bereits am Donnerstag, 19. Januar 2017, der letzte Öffnungstag des Elektronikmarkts.

Dienstag, am frühen Abend, gegen 18 Uhr: Es ist einiges los an der Maschstraße 4: Der Parkplatz ist gut gefüllt, im Telepoint-Markt schauen sich durchaus viele Kunden um. Eine 50-Prozent-Rabattaktion für kleinere Waren wie DVD und Blu-Ray lockt – und ist zugleich der einzige Hinweis darauf, dass eine Schließung des Elektronikmarkts überhaupt bevorsteht.

Die Bünting-Unternehmensgruppe als Muttergesellschaft gibt die Kette auf: Die Standorte Cloppenburg, Vechta, Lemgo und Oldenburg werden verkauft. Die Filialen in Bramsche, Dülmen und Jever schließen „bis Ende Februar 2017“ , hatte Bünting Anfang Januar bekanntgegeben. Zumindest für den Bramscher Markt kommt nun das Ende aber wohl deutlicher eher und für die Öffentlichkeit Knall auf Fall: Noch zwei Tage, am Mittwoch und Donnerstag, ist jeweils von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Dann ist Schluss. Für immer. Knappe fünf Jahre nach der Eröffnung.

Keine Hinweise auf Schließung

An dem Geschäft selbst deutet nichts darauf hin. Eine Mitteilung des Bünting-Unternehmens hat es dazu nicht gegeben, die Pressestelle war am späten Mittwochnachmittag nicht mehr zu erreichen. Auch zuvor war eine Anfrage unserer Redaktion bereits unbeantwortet geblieben: Ob Kunden nach der Schließung des Telepoint ihre gesetzlichen Gewährleistungsrechte gegenüber anderen Bünting-Unternehmen geltend machen könnten, hatten wir gefragt. Ebenso, ob die von Telepoint angebotenen Geräteschutzbriefe Gültigkeit behalten . „Ich werde mich schnellstmöglich bei Ihnen melden“, sagte eine Bünting-Sprecherin zu. Das war vor knapp zwei Wochen.

Wie es mit dem Gebäude an der Maschstraße nun weitergeht, ist völlig unklar – zumindest mittel- bis langfristig. Kurzfristig wird es sicherlich erst einmal Leerstand geben. Die Bünting-Gruppe bleibt Mieter des Hauses, darf aber untervermieten. Allerdings hat die Stadt Bramsche ein Mitspracherecht : Für die Telepoint-Fläche ist ein Sondergebiet mit der Zweckbestimmung Elektronikmarkt festgesetzt. Einer anderen Nachfolgenutzung müsste der Stadtrat zustimmen und den Bebauungsplan ändern. (Weiterlesen: Nach Telepoint-Aus: Bünting will weiter Personalkosten einsparen )


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