Bünting verkauft und legt still Jetzt also doch: Telepoint in Bramsche schließt

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Bis Ende Februar 2017 schließt der Telepoint-Markt an der Maschstraße in Bramsche. Foto: Björn DieckmannBis Ende Februar 2017 schließt der Telepoint-Markt an der Maschstraße in Bramsche. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche. Jetzt also doch: Der Telepoint-Markt in Bramsche schließt bis Ende Februar 2017. Das hat die Bünting-Unternehmensgruppe mit Sitz in Leer bekanntgegeben.

In einer am Donnerstnachmittag verbreiteten Pressemitteilung heißt es, die Bünting-Unternehmensgruppe „ordnet mit Beginn des Jahres 2017 ihre Aktivitäten im Elektroeinzelhandel neu“. Vier Telepoint-Märkte gehen demnach bis Ende Februar 2017 in die Verantwortung der Elektro-Fachmarktkette Expert Bening GmbH & Co. KG über. Dabei handele sich um die Standorte Cloppenburg, Vechta, Lemgo und Oldenburg.

Die noch verbleibenden Telepoint-Märkte in Bramsche, Dülmen und Jever hingegen schließen bis Ende Februar 2017. Für die jeweils betroffenen 15 Beschäftigten gelte ein Sozialplan, auf den sich Geschäftsführung und die Betriebsräte verständigt hätten. Dieser Sozialplan basiert auf mehreren Elementen, um größtmögliche Chancen einer Anschlussbeschäftigung zu garantieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können unter anderem in eine Transfergesellschaft wechseln. Helen Drieling, Pressesprecherin der Bünting-Unternehmensgruppe, erklärt dazu: „Diese Transfergesellschaft kümmert sich intensiv um die Weiterbildung und die Vermittlung in neue Arbeitsverhältnisse. Für jeden Teilnehmer steht ein Weiterbildungsbudget zur Verfügung.“

Im Dezember noch dementiert

Bünting hatte erst im Dezember – im Zusammenhang zur damaligen Telepoint-Schließung in Quakenbrück – auf Anfrage unserer Redaktion erklärt, für Bramsche gebe es keine kurzfristigen Schließungspläne. Es galt aber bereits als offenes Geheimnis in Branchenkreisen, dass sich die Bünting-Gruppe von der Elektronik-Kette trennen will.

Was aus dem Gebäude an der Maschstraße in Bramsche wird, das vor einigen Jahren eigens für Telepoint gebaut wurde, ist derweil noch nicht bekannt. Es steht im Eigentum des Unternehmens Klaas und Kock (K+K-Märkte). Dessen Immobilienbeauftragter Hans-Joachim Ahuis hat erst kürzlich Vermutungen zurückgewiesen, der K+K-Markt in der Innenstadt könne an die Maschstraße zurückkehren. „Wir haben am jetzigen Standort einen Mietvertrag, dessen Laufzeit-Ende noch nicht bevorsteht“, sagte Ahuis. Nun ergänzte er auf Anfrage, dass Bünting für das Telepoint-Gebäude das Recht zur Untervermietung habe. „Wir sind daran nicht beteiligt, an wen Bünting die Räumlichkeiten vergibt. Es ist lediglich vertraglich ausgeschlossen, dass dort ein Rotlicht- oder Glücksspieltbetrieb platziert wird“, so Ahuis.

Eröffnet im Jahr 2012

Eröffnet wurde der Markt mit einer Verkaufsfläche von 1800 Quadratmetern im März 2012. Bauherr war allerdings das Unternehmen Klaas und Kock, das zuvor am selben Standort einen K+K-Markt betrieben hatte. Dieser zog in den „Combi“ in der Innenstadt um, der wiederum Bünting gehörte. Klaas und Klock behielt sich damals die Option vor, auf einer Reservefläche nehmen dem Telepoint einen weiteren Verbrauchermarkt zu bauen. Die entsprechenden Parkflächen wurden damals an der Maschstraße bereits angelegt.


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