Aktion am 7. und 8. Januar Bramscher Sternsinger unterwegs für Kinder in Kenia

Die Gewänder passen, jetzt können die kleinen Sternsinger loslegen: Nicole (links) und Jonas Schuckmann (rechts) helfen bei der Vorbereitung der Aktion. Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeDie Gewänder passen, jetzt können die kleinen Sternsinger loslegen: Nicole (links) und Jonas Schuckmann (rechts) helfen bei der Vorbereitung der Aktion. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Unter dem Motto „Gemeinsam für Gottes Schöpfung - in Kenia und weltweit“ bitten die Sternsinger 2017 um Spenden für Kinder, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst. Auch in Bramsche, Engter und Achmer sind sie an diesem Wochenende unterwegs. Bereits zum zweiten Mal ist es offiziell eine ökumenische Aktion.

„Man tut etwas, worüber sich andere freuen und fühlt sich dann auch selbst gut“, erklärt die 15-jährige Sarah ihre Motivation, sich zum wiederholten Mal für die Aktion zu engagieren. Moritz, Lukas und Felix möchten einfach nur „anderen Kindern helfen“. Mit etlichen Mitstreitern haben sie sich im Forum Martinum eingefunden, um die Gewänder auszuprobieren, die sie in die drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar verwandeln werden. Es ist nicht das erste Treffen. Im Dezember haben sich die jungen Leute und das Vorbereitungsteam bereits mit einem Film auf die aktuelle Aktion eingestimmt.

Zum Vorbereitungsteam gehören dieses Mal neben Nicole Schuckmann, Ingrid Garlich, Marianne Brörmann, Daniel Middelstädt sowie Sabine Hackmann von der katholischen St. Martinus-Gemeinde auch die beiden evangelischen Pastorinnen Stephanie Seger (St. Martin) und Julie Danckwerts (Engter). „Das Sternsingen ist in Bramsche eine ökumenische Aktion“, unterstreicht Martinus-Pastoralreferent Klaus-Heinrich Rahe. Kinder und Jugendliche aus der evangelischen Innenstadtstadtgemeinde St. Martin waren schon 2016 dabei, 2017 machen sich auch Jungen und Mädchen der St. Johannis-Gemeinde Engter auf den Weg. Auch in Achmer haben sich schon Bürger gemeldet, die sich den Besuch der Sternsinger wünschen, berichtet Rahe.

Aussendungsgottesdienst in St. Martin

Alle rund 100 Sternsinger, treffen sich am Samstag, 7. Januar, verkleidet und mit Sternen und Kreide ausgestattet um 9.30 Uhr in St. Martin zum Aussendungsgottesdienst. Im Innenstadtbereich und in Malgarten sind die jungen Leute am Samstag unterwegs, in der Gartenstadt und in Engter am Samstag und am Sonntag. Die Kinder und Jugendlichen werden in den besuchten Haushalten um Spenden zu bitten und, soweit gewünscht, den Dreikönigssegen C+M+B mit der Jahreszahl an die Türen zu schreiben. Die Buchstaben stehen im Übrigen nicht, wie vielfach angenommen, für Caspar, Melchior und Balthasar, sondern für „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus).

Eltern als Fahrer und Begleiter dabei

Wegen des relativ weitläufigen Gebietes sind auch in diesem Jahr wieder Eltern als Fahrer dabei, erzählt Nicole Schuckmann, deren eigene Kinder als Sternsinger unterwegs sind „seit sie laufen können“. In Malgarten sorgen die Eltern oder Begleitpersonen auch selbst dafür, dass die Sternsinger mittags verköstigt werden. Im Forum Martinum wartet auf die Innenstadt-Gruppen „ein Pizza-Buffet“, verrät Rahe, die Engteraner sind zum Mittagessen ins Gemeindehaus eingeladen.

Ressourcenverschwendung und Klimawandel

Rund 13 000 Euro haben die Bramscher Sternsinger 2016 gesammelt und sie würden sich freuen, wenn sie auch in diesem Jahr viele großzügige Spender von ihrem Anliegen überzeugen könnten: Dass Dürre in Kenia und Ressourcenverschwendung in Deutschland viel miteinander zu tun haben und das der Klimawandel die Lebensbedingungen der Kinder in Kenia weiter erschweren wird.

Noch Sternsinger gesucht

„Eine gute Sache“, findet Sarah, für die es den Einsatz lohnt. Dennoch haben auch die Bramscher Sternsinger mit „Schwund“ zu kämpfen. Die Jüngeren sind noch mit Feuereifer dabei, die Älteren zu überzeugen, ist schwer. Das hat auch die 15-Jährige beobachtet, die in ihrem Freundeskreis eifrig für das Sternsingen geworben hat.

Besuch beim Bürgermeister

Auch jetzt, kurz vor Start der Aktion, sind Mitstreiter noch herzlich willkommen und können sich am Freitag um 11 Uhr zur Einteilung der Gruppen im Forum Martinum, im Gemeindehaus in Engter oder im Pfarrheim Malgarten melden. Eine Sternsingergruppe wird dann allerdings schon unterwegs sein. Um 10 Uhr bekommt das Krankenhaus „königlichen Besuch“, um 11 Uhr dann Bürgermeister Heiner Pahlmann.

Weitere Informationen unter www.sternsinger.de.


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