Stromversorgung neu geregelt Netzvertrag „Quantensprung für Stadtwerke Bramsche“

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Der Netzbetreiber Westnetz mit seinem Umspannwerk an der Maschstraße ist Partner der Stadtwerke in der neuen Stromnetzgesellschaft. Archivfoto: Björn DieckmannDer Netzbetreiber Westnetz mit seinem Umspannwerk an der Maschstraße ist Partner der Stadtwerke in der neuen Stromnetzgesellschaft. Archivfoto: Björn Dieckmann

Bramsche. Der neue Stromnetzvertrag mit Westnetz/innogy ist für die Stadtwerke Bramsche „ein Quantensprung“, sagt Jürgen Brüggemann. Der Geschäftsführer der Stadtwerke belegt mit Zahlen, was diese größte Investition in der Unternehmensgeschichte bedeutet.

Am Donnerstag letzter Woche hatten Vertreter der beteiligten Unternehmen die Verträge unterzeichnet . Die Vielzahl von Unterschriften unter verschiedene Kontrakte belegt, dass es sich um eine komplizierte Materie handelt. Nicht weniger als fünf Verträge galt es zu schließen zur Pacht, Betriebsführung, laufmännische Dienstleistung, Übernahme des Konzessionsvertrages und zum Anteilskauf. Deswegen hatten die Stadtwerke auch eine Beraterfirma engagiert. Alle Mühe hat sich gelohnt, findet Brüggemann, der die neuen Rollen und Aufgaben der Stadtwerke beschreibt.

Mehrheitseigentümer

Als Mehrheitseigentümer der neuen Netzgesellschaft übernehmen die Stadtwerke nun auch das Stromnetz im Außenbereich und das Mittelspannungsnetz im eigentlichen Bramscher Stadtgebiet. Dazu ein paar Zahlen: Das Niederspannungsnetz wächst von 260 auf 505 Kilometer Länge, im Kernstadtgebiet versorgen die Stadtwerke 4529 Hausanschlüsse, in den Ortsteilen kommen jetzt noch einmal 4573 dazu. Die versorgte Fläche wächst von 13 auf 170 Quadratkilometer. Ganz neu im Einflussbereich der Stadtwerke sind 263 Kilometer Mittelspannungsnetz.

Zu 74,9 Prozent sind die Stadtwerke nun Netzeigentümer. Sie verpachten das neue Stromnetz an innogy/Westnetz zurück und bekommen dafür eine Pacht. Das beschert den Stadtwerken und damit der Stadt eine „gesicherte Rendite“, beschreibt Brüggemann den großen Vorteil. Die Höhe der Pacht werde im Wesentlichen durch die Regulierungsvorgaben der Bundesnetzagentur bestimmt.

Alles aus einer Hand

Was bedeutet das alles für den Kunden? Der soll zunächst einmal keinen Unterschied in der Betreuungsqualität erkennen, sagt Brüggemann. Zum anderen aber gebe es für ihn künftig nur noch einen Ansprechpartner. In ganz Bramsche heiße es nun „Stadtwerke Bramsche - wir kümmern uns“, betont Brüggemann. Es liege auf der Hand, dass es zudem Synergieeffekte mit den bestehenden Aktivitäten im Bereich Erdgas, Wasser und Abwasser gebe.

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Das alles mache die Stromnetzgesellschaft zu einem „bedeutenden Baustein“ der Entwicklung der Stadtwerke, meinte Brüggemann. Er bedankte sich bei seinem Vorgänger Dieter Holzgrefe als „Geburtshelfer der ersten Stunde“ bei diesem Vertrag und bei den Kommunalpolitikern, die „ihre Stadtwerke Bramsche wertschätzen“.


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