Stadtwerke und Innogy Partner Neuer Vertrag zur Stromversorgung in Bramsche

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Einen ganzen Packen Verträge hatten Jörg Brand, Jürgen Brüggemann, Heiner Pahlmann, Walter Roppes und Dietmar Ostendorf (von links) im Sitzungssaal der Stadtwerke zu unterschreiben, wo ein Stück Freileitung aufgebaut worden war. Foto: Heiner BeinkeEinen ganzen Packen Verträge hatten Jörg Brand, Jürgen Brüggemann, Heiner Pahlmann, Walter Roppes und Dietmar Ostendorf (von links) im Sitzungssaal der Stadtwerke zu unterschreiben, wo ein Stück Freileitung aufgebaut worden war. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Im Sitzungssaal der Stadtwerke sind am Donnerstag die Verträge für eine neue Netzgesellschaft zur Stromversorgung von Bramsche unterzeichnet worden. Partner sind die Stadtwerke Bramsche und innogy (früher RWE). Die Stadtwerke sind damit Mehrheitseigentümer des Nieder- und Mittelspannungsnetzes im ganzen Stadtgebiet einschließlich der Ortsteile.

An der neuen „Stromnetzgesellschaft Bramsche mbH & Co. KG“ sind die Stadtwerke Bramsche mit 74,9 Prozent beteiligt, innogy mit 25,1 Prozent. Geschäftsführer der neuen Gesellschaft sind Jürgen Brüggemann , Geschäftsführer der Stadtwerke Bramsche, und Jörg Brand, Leiter für Systemführung bei der Westnetz , der Netzbetreibergesellschaft von innogy.

„Es gab Vieles zu bedenken, aber keine echten Bedenkenträger“ - mit diesen Worten kommentierte Bürgermeister Heiner Pahlmann den Vertragsabschluss. Der Weg hin zur Kooperationslösung sei lang und kompliziert, aber “nicht wirklich steinig“ gewesen. Die Entscheidung für das Gemeinschaftsmodell sei der Stadt auch deshalb nicht schwer gefallen, weil die RWE sich über viele Jahre als fairer und zuverlässiger Partner erwiesen habe. Daran werde sich nichts ändern, auch wenn die RWE „auf den letzten Metern hin zur Vertragsunterzeichnung ihren Namen ausgetauscht“ habe.

Besonders positiv hob Pahlmann hervor, dass es nun „eine einheitliche Stromnetzbetreuung in der Kernstadt und den Ortsteilen gibt. Die Mittelspannung wird weiterhin von RWE betreut, aber für ganz Bramsche werden sich nun die Stadtwerke um das Niederspannungsnetz kümmern.“.

Lange Vorbereitung

Bereits im April 2015 haben die Stadtwerke Bramsche und innogy nach umfangreichen Verhandlungen einen Konsortialvertrag über eine gemeinsame strategische Partnerschaft geschlossen. Das Verhandlungsergebnis ist ein Kooperationsmodell, aus dem die Gründung der Stromnetzgesellschaft Bramsche hervorging.

Die Stadt Bramsche vergab mit Wirkung zum 1. Januar 2017 die Konzession an die Stadtwerke Bramsche. Damit ist die Stromnetzgesellschaft Bramsche GmbH & Co. KG ab Januar 2017 für die Stromversorgung von rund 16.000 Einwohnern sowie der Gewerbe- und Industriebetriebe im gesamten Außengebiet von Bramsche verantwortlich.

Für die Betriebsführung verpachtet die gemeinsame Stromnetzgesellschaft das 263 Kilometer lange Mittelspannungsnetz und das 505 Kilometer lange Niederspannungsnetz im Außengebiet an die innogy SE. Sie übernimmt mit ihrer Verteilnetztocher Westnetz die Betriebsführung für das gesamte Mittelspannungsnetz. Das sichere übere die Pacht eine zuverlässige Rendite, betonte Pahlmann.

Die Stadtwerke Bramsche werden weiterhin für das Niederspannungsnetz im Innengebiet verantwortlich sein und übernehmen auch die Betriebsführung des Niederspannungsnetzes im Außengebiet. „So führen wir das Niederspannungsnetz in Bramsche aus einer Hand und können außerdem Synergien zum Erdgas- und Wassernetzbetrieb realisieren“, erklärte Jürgen Brüggemann, Geschäftsführer der Stadtwerke Bramsche.

Jörg Brand und Walter Roppes von Westnetz betonten, die Gründung der Netzgesellschaft sei Ausdruck guter Partnerschaft. „Der Betrieb der Mittelspannungsnetze bleibt in der Hand unserer Westnetz-Mitarbeiter, die das Netz aus langjähriger Erfahrung sehr gut kennen“, nannte er einen besonderen Vorteil des Modells.


Die Bürger mit Energie zu versorgen, gehört zu den grundlegenden Interessen einer Kommune. Um dies zu erfüllen, erteilt sie dem Energieversorgungsunternehmen im Rahmen eines Konzessionsvertrages das Recht, öffentliche Straßen, Wege und Plätze zur Legung von Versorgungsleitungen in Anspruch zu nehmen (Wegerecht) und die Energieversorgung in der Kommune durchzuführen. Das Energieversorgungsunternehmen verpflichtet sich im Gegenzug dazu, eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten und die vertraglich festgelegte Konzessionsabgabe an die Kommune zu zahlen.

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