Katrin Grundt geehrt Bramscher Lehrerin feiert 45-jähriges Dienstjubiläum

Von Holger Schulze

Blumen aus den Händen der Kinder gab es an der Bramscher Grundschule Im Sande für Katrin Grundt, die ihr 45-jähriges Dienstjubiläum feierte. Foto: Holger SchulzeBlumen aus den Händen der Kinder gab es an der Bramscher Grundschule Im Sande für Katrin Grundt, die ihr 45-jähriges Dienstjubiläum feierte. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Ungewöhnliches Jubiläum in der Bramscher Grundschule Im Sande: Katrin Grundt ist seit 45 Jahren im Schuldienst tätig.

Eine derartige Zahl kommt beim Berufsbild einer Lehrerin nur dadurch zustande, dass die Zeit des Studiums mitgerechnet wird. Von diesen 45 Jahren war und ist Katrin Grundt jetzt 39 Jahre lang an der Grundschule Im Sande beschäftigt.

2000 Schulkinder kennengelernt

Aufgrund dieser langen Zeitspanne kamen einige Zahlen zusammen, die Schulleiter Klaus Feldkamp bei der Ehrung von Katrin Grundt vortrug, zum hörbaren Erstaunen der in der Schulaula versammelten Kinder. Rund 2000 Schulkinder lernte sie kennen. 8000 Schultage hatte Klaus Feldkamp errechnet. Ebenso, dass die Jubilarin 280.000 mal die Hausaufgaben kontrolliert und rund eine Million mal die Kinder gelobt hatte. „Sie ist unser lebendes Schularchiv und kennt unzählige Familiengeschichten der Gartenstädter“, umriss Feldkamp den Erfahrungsschatz von Katrin Grundt, der sich in ihrer langen Zeit an der Schule angesammelt hat.

Sehr seltenes Jubiläum

Ein 45-jähriges Dienstjubiläum ist sehr selten. Deshalb verfügt die Schulbehörde auch nicht über eine entsprechende Urkunde. Daher hatte sich das Kollegium der Grundschule entschieden, eine eigene Urkunde für Grundt zu entwerfen. „Lieblingslehrerin“ steht auf ihr. „Es hat immer Spaß gemacht, ist immer schön gewesen. Eigentlich verging die Zeit ganz unspektakulär“, blickte Grundt nach der Ehrung selbst noch einmal auf ihre Berufsjahre zurück. „Ich hätte schon mit 60 aufhören können, möchte aber nicht. Die Kinder mögen mich und ich mag die Kinder“.

Wenig verändert

Veränderungen in den Jahren sieht Grundt nicht primär in den Kindern begründet. „Die Kinder haben sich wenig verändert, sondern die Lebensumstände. Digitalisierung, Freizeitverhalten oder die Berufstätigkeit beider Eltern führen dazu, dass die heutigen Kinder anders sind als die von vor 30 Jahren. Sie sind anspruchsvoller im Umgang, müssen manchmal mehr motiviert werden. Aber das heißt nicht, dass sie nicht genauso liebenswert sind. Eine gewisse Scheu insbesondere beim Schuleintritt ist weg, dafür sind sie offener und unbekümmerter, neugieriger und direkter auch“.

Schule als Hobby

Katrin Grundt wird noch eine Weile Lehrerin bleiben. „Schule ist mein Hobby. Wegen der Kinder komme ich noch jeden Tag gerne hierhin.“ Die Sympathie von Katrin Grundt für die Kinder ist keine Einbahnstraße. „Frau Grundt, du bist jetzt der Superstar“, war nicht das einzige Kompliment, das die nun urkundlich beglaubigte Lieblingslehrerin zum Jubiläum zu hören bekam.