Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Bramscher Baptisten-Gemeinde besteht seit 70 Jahren

Von Holger Schulze

Günter Hubrig, Holger Niehausmeier, Alma Schwarz und Olga Hicke bei der Ehrung von Mitgliedern, die die gesamte Geschichte der Bramscher Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde miterlebt hatten. Foto: Holger SchulzeGünter Hubrig, Holger Niehausmeier, Alma Schwarz und Olga Hicke bei der Ehrung von Mitgliedern, die die gesamte Geschichte der Bramscher Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde miterlebt hatten. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Mit einem Festgottesdienst hat die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Bramsche ihr 70-jähriges Jubiläum begangen.

1946 durch eine Gemeinschaft von Flüchtlingen in Heeke gegründet, wurden die Gottesdienste zunächst noch in Privaträumen gefeiert. 1953 kam es dann zum Kapellenbau in der Bramscher Mainstraße. Nach einem Erweiterungsbau 1966 markierte das Jahr 1995 den nächsten Meilenstein durch den Kauf des Anwesens an der Hasestraße. Zuvor befanden sich in dieser Immobilie Wohnungen. Heute ist dort nicht nur die Kirchengemeinde untergebracht: Die Baptisten, wie sie auch genannt werden, überlassen der „Tafel“ Räume im Gebäude. Bekannt sind sie in Bramsche zudem als Veranstalter der Baseball-Camps.

Neun Pastoren

Neun Pastoren leiteten in den vergangenen sieben Jahrzehnten die Gemeinde, die aktuell rund 100 Mitglieder umfasst. Nach der Begrüßung durch den Gemeindeleiter Günter Hubrig, eröffnenden Gebeten, einer Lesung sowie Liedern und Instrumentalstücken trugen die Pastoren Olaf Petzel und Holger Niehausmeier sowie Günter Hubrig erste Gedanken, Erfahrungen und Zukunftsvisionen zur Entstehungsgeschichte der Bramscher Baptistengemeinde vor.

Hubrig erinnerte an den Gemeindestart zunächst ohne Pastor bis hin zum Kauf der aktuellen Gemeinde-Immobilie vor 20 Jahren. Ferner wünschte er der Gemeinde ein offenes Ohr und ein waches Auge in der Zukunft bei sämtlichen Belangen im Zusammenhang mit der Verkündigung der Botschaften Gottes.

Ehrungen

Pastor Niehausmeier übernahm es, drei Gemeindemitglieder zu ehren, die seit 70 Jahren zunächst als Kinder, später dann als Erwachsene ein treuer und aktiver Bestandteil der Gemeinde sind. Alma Schwarz, Olga Hicke und Günter Hubrig äußerten bei der Ehrung vor allem Dankbarkeit im Zusammenhang mit ihren in den vergangenen 70 Jahren gemachten Eindrücken.

Als Besonderheit der Gemeinde hob Niehausmeier die Prägung der Gemeinde durch die Flüchtlinge hervor und dass es in dieser Gemeinde möglich sei, mit Christus den Weg zu gehen. „Man muss seine Schwächen, Nöte und tiefen Wunden nicht verstecken, sondern kann in der Gemeinde darüber sprechen und beten“, betonte der seit 2008 im Dienst der Bramscher Baptisten stehende Pastor.

Blick in die Zukunft

In die Zukunft zu blicken versuchte sein Kollege Olaf Petzel. „Wie wünscht sich Gott, dass ich ihm Freude mache? „Den Menschen zu dienen, indem wir bewusst leben, was unserem Verständnis von einer Gemeinde Gottes entspricht und diese Herausforderung trotz unserer Fehlerhaftigkeit anzunehmen“, lauteten Pretzels Fragen und Antwort im Hinblick auf seine Zukunftsvisionen. Durch jeden praktischen Beitrag, aber auch in jedem Verzeihen, Aufeinander zugehen und nicht zu resignieren sah er eine gute Zukunft für die Gemeinde.

Grußworte und Glückwünsche von Eckhard Schäfer, Pastor in Ruhe und ehemaliger Direktor des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, und aus den geistlichen Nachbargemeinden sowie von der politischen Gemeinde beschlossen den Gottesdienst.


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