Martinsmarkt auf dem Vogelbaum Bramscher Kindergarten läutet Zeit der Märkte ein


jup Bramsche. Es ist wieder soweit. Passend zum ersten Schnee starteten am Wochenende die ersten Adventsmärkte in der Region. Auf dem Bramscher Berg, im Integrativen Waldorfkindergarten „Auf dem Vogelbaum“ fand am Samstag einer der ganz besonderen Art statt.

Gebrannte Mandeln auf Wärmflaschen gebettet, ein vegetarisches Chili, ganz aus Bio-Zutaten selbst gekocht, und ganz viel selbstgemachte Kuchen, Puppen, Kerzen, Sterne und Kosmetik waren hier erhältlich. An zehn Elternabenden über das ganze Jahr verteilt hatten Eltern gemeinsam mit den Erzieherinnen gebastelt, neue Ideen entwickelt. „Dabei sind sie sich näher gekommen und haben sich kennengelernt.

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Denn, wenn die Eltern untereinander Beziehungen aufbauen, kommt das den Kindern zugute“, erklärte die Leiterin der Einrichtung, Iris Pfeil-Witzke. Neben dem obligatorischen Kuchenbuffet mit viel Selbstgebackenem ergänzte eine Sterntalerteestube mit Stillcafé - die Schuhe mussten ausgezogen werden- das Angebot an diesem winterlichen Nachmittag.

Die Eltern banden Adventskränze aus Hortensienblüten und Tannengrün, Kinder konnten in der Lebkuchenstube die natürlich von Eltern selbst gebackenen Lebkuchenherzen mit bunten Zuckerperlen verzieren und dann mit nach Hause nehmen. Im Minimarkt hatten die Eltern keinen Zutritt. Hier durften die Kinder allein einkaufen und hatten Mühe sich zu entscheiden. Es gab kleine Autos, Püppchen und Schatzkästchen, alles bis zu einem Euro.

„Total Spaß gemacht“

Ganz neu dieses Jahr waren aufgeschnürte, leicht vergoldete Mohnkapseln für den Weihnachtsbaum, goldige Kerzenschalen aus Zement und selbst hergestellte Ringelblumencreme für raue Winterhände. „Ich habe noch nie so etwas gebastelt“, berichtete Regina Neufeld aus Bramsche. „Es hat total Spaß gemacht und ich hatte sogar Muskelkater in den Händen.“ Zwei ihrer selbst gebastelten Sterne aus schlichten Weidenzweigen hatte die Mutter zweier Söhne gleich selbst erworben, so gut gefielen sie ihr.

Finanzierung des Mittagessens

„In der Regel kommen so um die 3500 Euro an Einnahmen rein“, weiß Pfeil-Witzke, die mit ihrem Team den Martinsmarkt zum sechsten Mal umgesetzt hat. Besonders erwähnen möchte sie das große Engagement ihrer Kollegin Ursula Lehmann, die quasi die Initiatorin des Ganzen sei. Der Erlös soll helfen, Wünsche des Kindergartens zu finanzieren, die sonst im Haushaltsplan keine Berücksichtigung finden. Ein Teil fließt dabei an die hauseigene Köchin, die jeden Tag frisch und Bio für die Kinder kocht. Außerdem spart die Einrichtung auf einen Anbau. Zehn Prozent gehen „im Sinne des Teilens“, so Pfeile-Witzke an soziale Projekte in Peru und Rumänien.


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