Workshop gewonnen Bramscher Gymnasiasten bewähren sich als Filmemacher

Von Holger Schulze

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Die am Kurzfilmwettbewerb „ganz schön ungerecht“ teilnehmenden Schülerinnen und Schüler vom Greselius-Gymnasium Bramsche. Foto: Holger SchulzeDie am Kurzfilmwettbewerb „ganz schön ungerecht“ teilnehmenden Schülerinnen und Schüler vom Greselius-Gymnasium Bramsche. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Einen kostenlosen Drehbuch- und Filmworkshop haben die zehnten Klassen des Bramscher Greselius-Gymnasiums bei einem Wettbewerb gewonnen.

Das Thema Film gehört zum Lehrplan im Kunstunterricht der Jahrgangsstufe zehn im Greselius-Gymnasium. Da traf es sich für Kunstlehrerin Birgit Selle gut, dass „Blickwechsel“ , ein Verein für Medien- und Kulturpädagogik, in Zusammenarbeit mit dem „Königsworth Medienbüro“ einen Kurzfilmwettbewerb ausgeschrieben hatte. „ganz schön ungerecht“ lautete dessen Vorgabe bezüglich der Entwicklung von Filmideen. Mit ihren Themenvorschlägen Themenvorschlägen „Groß und klein“, „Junge auf Rädern“, „Verknallt“ und „Klischee mal anders“ gewannen die Greselianer einen kostenlosen Drehbuch- und Filmworkshop. Jetzt machte der Medienpädagoge Tobias Milde die Zehntklässler mit der Filmsprache, der Szenegestaltung und dem Filmschnitt vertraut. Ein Drehbuchworkshop wird noch folgen.

Gute Anregungen

„Die machen sich super, sie sind wissbegierig und wollten nach der Schulung schnell an die Umsetzung gehen und das Gelernte gleich ausprobieren. Das kommt meinem handlungsorientierten Ansatz auch sehr entgegen, denn ein Workshop darf nicht den ganzen Tag nur Vortrag sein“, schilderte Tobias Milde seine Eindrücke. Und Birgit Selle sah in dem Workshop die Möglichkeit, gute Anregungen für den Unterricht selbst zu bekommen. „Durch den Workshop haben wir für das Thema Film eine gute Vorarbeit erhalten. Ferner ist Ungerechtigkeit ein Thema, das Jugendliche in diesem Alter interessiert und vielleicht auch packen kann.“

Themen visuell umsetzen

So verteilten sich die Schülerinnen und Schüler der 10b, in vier Gruppen aufgeteilt, hinter den Kameras und machten sich daran, ihr jeweiliges Thema visuell umzusetzen. Bei der Gruppe mit dem Arbeitstitel „Groß und Klein“ ging es darum, Benachteiligung von überdurchschnittlich großen oder unterdurchschnittlich kleinen Menschen in Alltagssituationen aufzuzeigen. Die Despektierlichkeiten, denen ein Rollstuhlfahrer ausgesetzt sein kann, wurden beim Projekt „Junge auf Rädern“ aufgegriffen. Mit den unterschiedlichen Bewertungen, denen ein Mädchen und ein Junge bei einem einmaligen sexuellen Kontakt ausgesetzt sind, beschäftigte sich die Gruppe, die sich „Verknallt“ zum Thema gemacht hatte. Schlampe und andererseits Held waren hierbei die Ungerechtigkeiten, die hinterfragt wurden.

Um umgedrehte Klischees schließlich ging es unter der Überschrift „Klischee mal anders“. Der am Herd stehende Mann und die Holz hackende Frau waren hier ein Beispiel, dem die Jugendlichen mit der Kamera nachgingen.

Hauptgewinn Berlinale-Reise

Noch bis zum Einsendeschluss am 15. Januar 2017 können die fertiggestellten Kurzfilme von maximal fünf Minuten Länge eingereicht werden. Als Hauptgewinn winkt dann eine Reise zur Berlinale, den Internationalen Filmfestspielen Berlin.


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