Zweisprachige Basketball-AG Beim Dribbeln Englisch lernen in der IGS Bramsche

Von Heiner Beinke

Only English spoken heißt es in der Basketball-AG mit Jandell Hersisia. Foto: IGS/BehningOnly English spoken heißt es in der Basketball-AG mit Jandell Hersisia. Foto: IGS/Behning

Bramsche. Spaß am Sport haben und Lust auf das Erlernen einer Fremdsprache bekommen: Auf diese vielversprechende Kombination setzt die Integrierte Gesamtschule (IGS) Bramsche bei einem Ganztagsangebot: In der „bilingualen Basketball AG“ müssen die Schüler Englisch sprechen, wenn sie ihrem Trainer etwas sagen wollen.

Umgekehrt spricht auch ihr Trainer Jandell Hersisia nur Englisch mit ihnen. Der Zweimetermann aus Curacao spielt Basketball für die Red Devils Bramsche und trainiert beim TuS auch die U12-Mannschaft. In etwa die gleiche Altersstufe, die in der Basketball-AG der IGS um sich versammelt. Da der 25-jährige, der in Rotterdam lebt, nur Englisch spricht, ist die Fremdsprache zwingend Bestandteil jeder Sportstunde.

Vorteile für alle

Thomas Behning findet das gut. „Wenn man merkt, dass man eine andere Sprache braucht, um sich verständigen zu können, ist die Motivation viel höher, sie zu lernen“, glaubt der Leiter der IGS . Mit Jürgen Vette und Jugendwart Andreas Kropp von der Basketballabteilung des TuS Bramsche war er sich deshalb schnell über die Zusammenarbeit einig. Schließlich profitieren alle Seiten, glaubt Jürgen Vette: „Die Schule hat ein gutes Angebot, Jandell kann sich etwas dazuverdienen und wir können Werbung für unseren Sport machen“. Die ersten hätten sich schon beim Verein gemeldet, bestätigt Andreas Kropp. „Es gibt noch etwas als Handball oder Fußball“, diese Botschaft möchte Kropp mit den Aktivitäten vermitteln.

So dribbeln und passen die Jungen und Mädchen bei Jandell Hersisia in der oberen Sporthalle von IGS und Realschule. Zu den Übungsformen, die ihr Trainer vorschlägt, finden sie sich schnell zusammen, ein Zeichen dafür, dass die Verständigung klappt. Und wenn die eine oder andere Frage offen bleibt, gibt es ja noch den Englisch-Unterricht, wo man mal nachfragen kann. Thomas Behning kann sich jedenfalls gut vorstellen, die Kooperation mit den Basketballern und anderen Sportvereinen noch auszuweiten: „Wir finden das gut, wenn unsere Schüler auch noch in Sportvereinen aktiv sind“.