CJC feiert und trauert Etwas anderes Oktoberfest in Malgarten

Oktoberfest einmal anders: Susanne Schönfeld und Stefan Silva als Traumpaar in arabischer Nacht bei der CJC Malgarten. Foto: BehrensOktoberfest einmal anders: Susanne Schönfeld und Stefan Silva als Traumpaar in arabischer Nacht bei der CJC Malgarten. Foto: Behrens

Malgarten. Die CJC (Communität Junger Christen) Malgarten feierte ein mitreißendes Erntedank- und Oktoberfest feiern - trotz eines sehr traurigen Schattens, der über dem Fest lag. Denn mitten in die Vorbereitungen platzte am Donnerstag die Nachricht vom plötzlichen Tod ihres langjährigen Mitstreiters Andreas Witte.

Die Gemeinschaft entschied sich nach langen Überlegungen, dennoch das Fest durchzuführen, denn „Andreas hätte das auch so entschieden und außerdem konnte so dieses Fest in besonderer Weise zu seiner Erinnerung gestaltet werden“, erklärt Pastor Anton Behrens in einer Pressemitteilung der CJC.

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Dankgottesdienst

Der Gottesdienst in der überfüllten Hauskapelle wurde sowohl als Dankgottesdienst für die Gaben der Schöpfung Gottes als auch für die Arbeit der Menschen in Landwirtschaft und Nahrungsmittelbranche gefeiert. Pastor Behrens erinnerte in seiner Predigt ganz besonders an den Wert der Familie, die in der modernen Gesellschaft mehr und mehr unterzugehen droht, die aber letztlich allem erst ihren Sinn und ihre Bedeutung gibt. Denn ohne Kinder und Familie ist am Ende alles sinnlos und ohne Zukunft: „Gott hat seine ganze Schöpfung auf die Ehegemeinschaft von Mann und Frau und ihre Erfüllung in Elternschaft und Kindern ausgerichtet“. Sehr bewegend wurde das Gebet für den Verstorbenen in diesem Gottesdienst eingebracht, dem der Lohn Gottes und das Geschenk der ewigen Heimat gewünscht und erbetet wurde.

Nach dem Gottesdienst begann das zünftige Oktoberfest, zunächst mit kräftigen Blasmusik-Klängen, bei Weißwurst, Bratwurst und manch zünftiger „Mass“ Bier.

Nacht des Musicals

Und dann stieg die „Nacht des Musicals“, die eine Spontan-Gruppe der CJC ausgedacht und einstudiert hatte. Am Leitfaden von „Marias Träumen“ wurde eine Gesamtstory mit Melodien aus verschiedenen Musicals wie „Cats“, „König der Löwen“, „Sister Act“, „Tabaluga“ auf die Bühne gebracht, die auch wegen der exotischen Kostüme, der fantastischen Bühnenbilder und den witzigen Szenengestaltungen von den Zuschauern mit begeistertem Applaus bedacht wurden.

Gedenken

In diese „Träume Marias“ wurde dann eine sehr stille und berührende Phase eingefügt: Mit dem eingeblendeten Bild des verstorbenen Andreas Witte wurde „sein“ Lied vorgetragen, welches er selbst an dieser Stelle singen wollte: „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay. Nun wurde es von den Schauspielern (eindrucksvoll mit Kerzen auf der dunklen Bühne) und dem Publikum gemeinsam gesungen. Es war ein sehr echter und tiefer Ausdruck einer bleibenden Verbundenheit, so dass auch die folgende Schlussphase des Musicals mit einem erneuten Feuerwerk von Komik ,Musik und Gesang nicht als unpassend empfunden wurde.

Zugabe

Zum Schluss gab es „Standing Ovations“ für die Truppe und „Zugabe“ -Rufe, die gerne noch erfüllt wurden. Bei Stimmungsschlagern und Hits blieb die Gruppe noch einige Stunden beisammen zum Klönen und Tanzen. Die Schauspielertruppe macht sich schon Gedanken, wie sie diesen Auftritt zum Karneval noch toppen kann..

Aber jetzt werden erst mal die tiefsinnigeren Projekte angepackt: das Weihnachtsspiel am vierten Advent und dann das neue Passionsspiel zu Ostern.


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