Interview mit Gooseflesh-Duo Bramscher Musiker immer mit 100 Prozent Engagement

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Bramsche. Für Gänsehaut bei seinen Zuhörern will das Bramscher „Gooseflesh-Duo“ mit seiner Musik sorgen – und sich zugleich für gesellschaftliches Engagement starkmachen. Dabei spielen auch soziale Internet-Netzwerke eine wichtige Rolle, erklären Loraine Gingter und Rune Schohaus im Interview.

Frau Gingter, Herr Schohaus, wer als Bramscher auf Facebook aktiv ist, kommt kaum am Gooseflesh-Duo vorbei. Aber noch kennt Sie sicherlich nicht jeder „in der realen Welt“. Wer sind Sie und was genau machen Sie?

Schohaus: Wir sind das Gooseflesh-Duo – und damit ist schon viel gesagt: Wir wollen bei allen, die unsere Musik hören, für eine Gänsehaut sorgen. Unser eigenes Repertoire besteht überwiegend aus Pop-Balladen, die teilweise aber auch mit Rock- oder Metal-Elementen arrangiert sind. Außerdem haben wir mittlerweile knapp 90 Cover-Songs einstudiert für Auftritte bei Hochzeiten oder bei Wohnzimmer-Konzerten.

Gingter: Ich war früher beim Ten-Sing-Chor, den Rune leitet . Für einen Auftritt bei einer Hochzeit brauchte ich eine Klavierbegleitung und habe ihn dann angesprochen. Wir haben sofort gemerkt, dass das wunderbar zusammenpasst. Also haben wir uns zu weiteren Proben getroffen. Ich hatte vorher aus beruflichen Gründen eine Pause mit der Musik gemacht. Und schon, als ich von den ersten Proben nach Hause kam, meinte meine Frau zu mir: Du strahlst, wie Du schon lange nicht mehr gestrahlt hast. Seit März 2015 treten wir nun als Gooseflesh-Duo auf. In diesem Jahr haben wir unsere erste CD veröffentlicht, die zweite folgt Ende des Jahres oder Anfang 2017.

Sie sind sehr präsent in sozialen Netzwerken. Wie wichtig ist das, um sich bekannt zu machen?

Gingter: Sehr viel läuft nach wie vor über die klassische Mundpropaganda: Nach einem Auftritt bei einer Hochzeit melden sich oft die nächsten, die uns engagieren wollen - weil sie uns bei einer Feier gehört haben oder weil wir empfohlen wurden. Dadurch haben wir mittlerweile auch einen recht großen Einzugsbereich. Wir wundern uns manchmal selbst, woher die Anfragen kommen. Aber sicherlich spielen auch Facebook und Co. als Ergänzung eine große Rolle. Wir haben ja auch schon Videos auf Youtube veröffentlicht. Da können sich die Leute über uns informieren und werden auch schnell merken, wie sehr wir hinter unserer Sache stehen und dass wir wirklich jeden Auftritt mit 100 Prozent angehen. 

Gerade erst haben Sie auf Facebook eine Aktion gehabt, bei der es quasi Sie selbst zu gewinnen gab. Um was ging es dabei genau?

Gingter: Wir wollen uns auch gesellschaftlich positionieren. Dafür steht auch unser Song „Schaut hin“, den wir in Zeiten der Flüchtlingskrise im vergangenen Jahr produziert haben. Und daraus hatte sich nun die Idee ergeben, dass wir auf Facebook gefragt haben: Wofür setzt Du Dich ein, und auf welche gute Tat bist Du stolz? Dafür haben wir eine Art Gooseflesh-Fanpaket ausgelobt. Und für alle, die unseren Video-Aufruf geteilt, geliked oder kommentiert haben, ein Wohnzimmerkonzert.

Und wie waren die Reaktionen?

Schohaus: Sehr vielfältig und vor allem total beeindruckend für uns. Es ist uns echt schwer gefallen, da eine Wahl zu treffen. Bei der Verlosung des Wohnzimmerkonzerts hat letztlich Antonia Lampe gewonnen. Und bei der „guten Tat“ Jenny Steiniger: Sie hat mal einem Querschnittsgelähmten eine Zugfahrt bezahlt, nachdem ihm sein Geld zwischen Bahnsteig und Zug entglitten war. Mit einer solchen Selbstverständlichkeit anderen zu helfen, das finden wir echt toll.   



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