Infostände und Aktionen Tag der offenen Tür bei den Helfern in Hesepe

Von Holger Schulze


Hesepe. Bei einem Tag der offenen Tür in der LAB stellte sich das Netzwerk „Bramsche hilft“ am Freitagnachmittag mit seinen zahlreichen ehrenamtlichen Helfern sowie mit Infoständen und Aktionen der Öffentlichkeit vor.

Ein zentraler Anlaufpunkt hierfür war die Begegnungsstätte des Humanistischen Verbandes Deutschland, die seit März ihre Arbeit in der Aufnahmestelle aufgenommen hat. Deren Leiterin Anke Hennig und die Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Bramsche, Maria Stuckenberg, hatten die Begrüßung der Gäste übernommen. Hierbei dankte Anke Hennig „allen Ehrenamtlichen und der LAB Leitung für die Ermöglichung dieses Tages und für den ständigen Einsatz dafür, „Ängste abzubauen und mit Flüchtlingen in Kontakt zu treten“.

„Projekte sind wegweisend“

Auch Klaus Dierker, Leiter der Landesaufnahmestelle, übermittelte dem Netzwerk ebenfalls seinen ganz herzlichen Dank. „Sie haben uns im vergangenen Jahr viel Unterstützung und Ideen gegeben. Ohne Sie hätten wir das nicht geschafft,.“ sagte Dierker. Inzwischen habe das Netzwerk eine Art Alleinstellungsmerkmal in Niedersachsen erworben. „Die Projekte mit der Grund- und der Hauptschule, mit der Diakonie und der Brücke sind wegweisend. Etliche kopieren uns schon.“ Mit Blick auf die jetzt anders genutzten Räume der Begegnungsstätte erinnerte sich Dierker an Zeiten, in denen mehrstöckige Betten darin stehen mussten, um all die Flüchtlinge unterzubringen. „Was jetzt daraus geworden ist, ist der Verdienst von Anke Hennig und dem Humanistischen Verband“.

Dank an die Spender

Auch Hennig erinnerte im Gespräch noch einmal an die Ausgangssituation sowie an die Entwicklung der Begegnungsstätte: „Die Startschwierigkeiten konnten Dank der tollen Zusammenarbeit mit der Leitung der LAB und mit großzügigen Spenden, unter anderem von der Bürgerstiftung, die uns mit 5000 Euro unterstützt hat, überwunden werden“.

Nach der Eröffnung der Begegnungsstätte habe sich zunächst besonders die Sprachbegleitung besonders regen Interesses der LAB-Bewohner erfreut. Inzwischen bringe sich Tanja Ladda mit ihrer Musikgruppe, der Verein Amal mit zahlreichen verschiedenen Angeboten und die Malgruppe der Bramscher Initiative für das Miteinander der Kulturen mit dem Malen von Mandalas, das besonders bei jungen Männern großes Interesse findet, aktiv ein. Auch das internationale Gemeinschaftskochen und Backen oder das freie Spielen der Kinder am Kicker gehöre, so Hennig, inzwischen zum Leben innerhalb der Begegnungsstätte. Mitte November erhalte die Begegnungsstätte voraussichtlich einen Bundesfreiwilligendienstleistenden, der dann die Öffnungszeiten sicherstellen könne.

„Wir haben ganz viele tolle und engagierte Ehrenamtliche, die ihre Tätigkeiten sehr ernst nehmen. Andererseits besteht aber unverändert Bedarf an weiteren Ehrenamtlichen bei der Kinderbetreuung, bei der Musik, beim Trommeln oder einfach für die Anwesenheit bei Gespräche. Jeder ist hier willkommen bei unserem Versuch, die Räume so viel wie möglich mit Leben zu erfüllen“, resümierte Hennig weiter..


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