Gründung vor 50 Jahren Bläsergruppe Bramsche feiert sich selbst

Von Holger Schulze

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Ein Geschenk an sich selbst machte sich die Bläsergruppe Bramsche mit ihrem Jubiläumskonzert zum 50-jährigen Bestehen. Auch die Gastmusiker von „The Pipes and Drums“ aus Osnabrück trugen ihren Teil zum Erfolg des Abends bei. Foto: Holger SchulzeEin Geschenk an sich selbst machte sich die Bläsergruppe Bramsche mit ihrem Jubiläumskonzert zum 50-jährigen Bestehen. Auch die Gastmusiker von „The Pipes and Drums“ aus Osnabrück trugen ihren Teil zum Erfolg des Abends bei. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Mit einem Jubiläumskonzert in der Meyerhofschule feierte die Bläsergruppe Bramsche unter der Leitung von Wilbrand Macke ihr 50-jähriges Bestehen.

Die überwiegend jungen Musiker durften sich über eine gut gefüllte Schulaula freuen. Und so mancher Zuhörer musste noch auf Stühlen aus den Klassenräumen zurückgreifen. Bevor das ganze Team seine jeweiligen Mundstücke ansetzte, eröffnete ein Quintett aus Tuba, Posaune und drei Trompeten mit einer Intrade das Konzert.

Wilbrand Macke ließ vor dem weiteren Konzertverlauf die Gründungsgeschichte der Bläsergruppe kurz Revue passieren. Ein geblasenes und zusätzlich gesungenes „Welcome to the show“ begrüßte nochmals das Publikum, nun eben mit Tönen.

Das Grußwort von Alfred Figura, verdienter Kirchenmusiker und Chorleiter aus Bieste, beendete zunächst die Wortbeiträge, nachdem zuvor Britta Jaunich für die Musiker die Gäste begrüßt hatte. Figura beglückwünschte die Bläsergruppe nicht nur zu ihrem Jubiläum, sondern auch dazu, dass sie ein gutes Fundament besitzt.

Kompetente Musiker

„Musik, „die uns gefällt, woran wir Spaß haben“, ließ Wilbrand Macke spielen. Im ersten Stück vereinigten sich Jazz und Barock: „Concerto d’Amor“ wechselte zwischen getragenen Passagen hin zu lockeren, gefälligen Melodieelementen, mit denen die einzelnen Stimmen im Ensemble gleich im Wechsel wohlklingend zur Geltung kamen. Sanfte Trompeten, Saxofone, Flöten und die geschmeidige Umspielung durch die weiteren Instrumente zeigten bereits beim Konzertauftakt: Hier ist eine Bläsergruppe am Werk, die sich nicht nur auf eher einfach gestrickte Blasmusik versteht.

Ein 50-jähriges Jubiläum wird natürlich nicht ohne weitere Grußworte und Ehrungen gefeiert. Im späteren Konzertverlauf überbrachte Karl-Heinz Ast die Glückwünsche für den Niedersächsischen Musikverband.

Auch die Übergabe der Plakette des Niedersächsischen Musikverbandes an die Bläsergruppe insgesamt sowie Ehrennadeln für Britta Jaunich für ihre 20-jährige Vorstandsarbeit und erst recht an Werner Geisler und Manfred Marchand für deren 50 Jahre im Orchester fehlte nicht. Von der Volksbank Bramgau-Wittlage kam noch ein Förderbetrag in die Vereinskasse. Schließlich erhielt Dirigent Wilbrand Macke ein Dankeschön von seinen Musikern für „seine Geduld“, wie Britta Jaunich bei der Übergabe des Präsentes betonte.

Mit den weiteren Stücken nach den Ehrungen unterstrich die Bläsergruppe Bramsche ihre Neigung zu breit aufgefächerten Melodiebögen, die die Bläser von ruhig bis belebt dahinfließen ließen.

Breites musikalisches Spektrum

Aber die Bläsergruppe Bramsche kann eben auch Marschmusik. Fanfarenstark stellten sich die Trompeten hin. Akkurat gab sich der Schlagzeuger bei der Weiterleitung der Kopfstimme zu den Saxofonen. Schwungvoll setzte der übrige Bläsersatz das Stück fort. Mit einer Oldie Parade, bestehend aus Stücken, die die Band in den vergangenen Jahrzehnten begleitet hatten, sowie einem Simon and Garfunkel-Medley endete der erste Konzertteil.

Nach der Pause erklangen zunächst andere Töne. Als Überraschungsgäste waren die „The Pipes and Drums of the Royal British Legion Osnabrück“ dran und gaben eine kurze Kostprobe ihres Könnens.

Danach blieb die Bramscher Bläsergruppe ihrem Stil treu. Harmonische Stücke, selbst wenn sie aus so unterschiedlichen Genres wie Gospel oder Pop entnommen wurden, sind ihr Erkennungsmerkmal. Unbeschwerte Tonfolgen in sinfonienaher Interpretation, damit glänzten die jungen Bläserinnen und Bläser. Das von ihnen intonierte Stimmungsbild war stets locker und heiter, lebendig sowieso und niemals effektheischend laut. Mit der Beherrschung eines beschwingten, harmonischen und eingängigen Bigband Sounds verdienten sich die Musiker redlich ihren Beifall und feierten sich im Anschluss noch selbst mit einer Jubiläumsparty, zu der auch die Gäste eingeladen waren. Die Musik übernahm hier die Band Fantasy.


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