Waldjugendspiele Bramscher Schüler üben Teamwork im Wald

Von Louis Westerkamp

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low Bramsche. Einen Vormittag durften die Schüler der sechsten Klassen im Wald verbringen, denn die Waldjugendspiele standen an. Die Teilnahme gehört zum festen Bestandteil des Terminkalenders der Realschule Bramsche. Zum ersten Mal nahmen auch Schüler der neuen Integrierten Gesamtschule Bramsche teil.

Bereits im Vorfeld dankte der Schulleiter der IGS , Thomas Behning, den Organisatoren für diese Möglichkeit. Er sprach „ein großes Lob und Dankeschön“ auch an die Eltern aus, die die Spiele freiwillig begleiten, und freue sich auf diese gemeinsame Veranstaltung. Ebenso schienen sich die Schüler zu freuen. Verständlich, denn „die Waldjugendspiele sind cool – wir haben ja keinen Unterricht.“, wie Schüler Arwid anmerkte.

Mit dem Bus wurden die Schüler zum Gehnwald zwischen Hesepe und Ueffeln gefahren. Dort erhielten die Schüler ihre Einweisung. „Wir sind auch schon mal mit dem Fahrrad gefahren.“, sagte Antje Kottmeier. Die Lehrerin der Realschule ist zusammen mit Horst Wieting vom Forstamt Initiator der Waldjugendspiele. Horst Wieting arbeitet im Waldpädagogikzentrum Weser-Ems und kennt die Gegend aus seiner Zeit als Revierförster schon länger.

13 Stationen

Beide erklären, was die Waldjugendspiele überhaupt sind: Die Schüler müssen in Kleingruppen von vier bis fünf Kindern einen etwa eineinhalbstündigen Rundparcours im Wald entlang gehen. In diesem Parcours gilt es, an dreizehn Stationen Aufgaben rund um das Thema Wald zu lösen. Während einige Stationen dabei von Eltern oder Mitarbeitern des Forstamtes besetzt sind, müssen andere von den Kleingruppen alleine bewältigt werden.

Dabei geht es vor allem um Zweierlei: Zum einen stehe die Teambildung und das Arbeiten in der Gruppe im Vordergrund, wie Horst Wieting betont. Beispielsweise könnten die Schüler manche Aufgaben nur in Zusammenarbeit erfolgreich lösen. Auch die Kleingruppen seien daher nicht willkürlich entstanden, so Antje Kottmeier. Zum anderen gehe es darum, den Wald zu erleben. Spielerisch werde den Kindern der Lebensraum Wald nahegebracht. So müssen die Schüler etwa Ringe zählen und Baumarten finden. Dabei merken Kottmeier und Wieting immer wieder an, dass besonders darauf geachtet werde, die Spiele nicht zu einem Wettkampf zu machen, um den eigentlichen Ziele nicht im Wege zu stehen.

Die Voraussetzungen für einen gelungenen Vormittag waren auf jeden Fall gegeben. Bei spätsommerlichen Temperaturen und herrlichem Sonnenschein machten sich die Schüler auf den Weg, die Aufgaben im Gehnwald zu bewältigen. Die letzte Realschulgruppe startete zusammen mit Lehrerin Maria Selker-Quaing durch den Parcours. Während man anfangs eher von geschlechtlicher Grüppchenbildung sprechen konnte, fanden Kira, Maite, Richard und Arwid immer mehr zusammen. Auch wenn Arwid sich zwischenzeitlich aufregt, dass die Mädchen seinen Ideen ruhig mehr Beachtung schenken könnten - ein bisschen Kritik und ein bisschen Necken gehören ja dazu – gelang es den Vieren stets, gemeinschaftlich eine Lösung zu finden. Das sah auch Kira so. Sie fand es „cool, weil die Klasse mehr zusammenkommt“ und resümiert: „Die Waldjugendspiele sind toll! Aber ich finde es schade, dass die nur in der Sechsten stattfinden.“


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