Verein bittet um Rücksprache Bramsche: „Hilfs-Tourismus“ für Tiere am Penterknapp

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Am Ende Juni 2016 aufgegebenen Hotel-Restaurant Penterknapp kümmert sich der Tierschutzverein „Lichtblick aller Pfoten“ um Katzen und Hauskaninchen. Foto: Björn DieckmannAm Ende Juni 2016 aufgegebenen Hotel-Restaurant Penterknapp kümmert sich der Tierschutzverein „Lichtblick aller Pfoten“ um Katzen und Hauskaninchen. Foto: Björn Dieckmann

Pente. Eine große Resonanz hat unser Bericht „Tierisches Chaos am Penterknapp in Bramsche“ erfahren – allerdings auf ganz andere Weise, als es sich der Tierschutzverein „Lichblick aller Pfoten“ gewünscht hätte.

„Es hat am Wochenende einen wahren Massen-Tourismus zum Penterknapp gegeben“, berichtet die „Lichtblick“-Aktive Julia Brinkmann, die sich auf dem Gelände des Ende Juni geschlossenen Hotel-Restaurants um freilaufende Katzen und zurückgelassene Hauskaninchen kümmert. Viele Leser hätten den Bericht unserer Redaktion offenbar zum Anlass genommen, auf eigene Faust nach Pente zu fahren und sich die Situation anzuschauen. (Weiterlesen: Tierisches Chaos am Penterknapp in Bramsche )

Versorgung gewährleistet

Doch das sieht der Tierschutzverein als problematisch an: „Viele haben offenbar gleich Futter mitgenommen“, so Brinkmann. Diese Hilfsbereitschaft sei ja „im Prinzip erfreulich“. Aber: „Wir vom Verein sind jeden Tag vor Ort und kümmern uns um die Versorgung“. Es sei am Sonntag deutlich zu bemerken gewesen, „dass einige Tiere überfüttert waren. Das tut ihnen nicht gut. Außerdem erschwert es unsere Bemühungen, wenigstens einzelne Tiere zur medizinischen Untersuchung in Obhut zu nehmen“.

Schäden entstanden

Brinkmann warnt zudem davor, Katzen oder Kaninchen einzufangen: „Offenbar hat es entsprechende Versuche am Wochenende auch gegeben“. Der Gesundheitszustand der Tiere könnte allerdings problematisch sein. Und außerdem: „Zumindest bei den Kaninchen ist letzten Endes nicht geklärt, wem die überhaupt gehören. Wer welche wegnimmt, macht sich womöglich wegen Diebstahls strafbar“, macht Brinkmann deutlich. Dass „Besucher“ des Penterknapps – wahrscheinlich aus Unachtsamkeit – auch für Schäden gesorgt hätten, sei ein weiterer negativer Aspekt: „Durch das Kaninchengehege sind offenbar welche durchgegangen. Dabei ist der Boden eingesackt, der von den Tieren unterhöhlt worden war“, erklärt die Tierschützerin weiter.

Brinkmann betont noch einmal: „Wir kümmern uns und werden dies zunächst auch weiter tun“. Unterstützung dabei sei willkommen, allerdings nicht unkoordiniert: „Wir freuen uns über Geld- und Futterspenden, aber auch über tatkräftige Hilfe nach Absprache mit uns“. Noch lieber wäre dem Verein allerdings, „wenn sich jemand melden würde, der für Grundstück und Gebäude auch wirklich zuständig ist“.


Kontakt: Tierschutzverein Lichtblick aller Pfoten, Tel. 05465/2031348 (Vorsitzende Corinna Hinterding), www.lichtblickallerpfoten.de

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