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Fünfte Generation im Betrieb Landesmeister frisiert im Bramscher Haarstudio

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Bramsche. Der Betriebsübergang auf die nächste Generation ist in vielen kleinen und mittelständischen Betrieben ein Problem. Nicht so beim Haarstudio am Brückenort in Bramsche: Am Dienstag beginnt hier mit Lars Jülicher der designierte Nachfolger von Nicole Jülicher. Es ist bereits die fünfte Generation im Familienbetrieb.

Meistertitel

Talent hat der Friseurgeselle auch schon reichlich bewiesen: Immerhin ist er amtierender Nordwestdeutscher Meister im Friseurhandwerk . Auch in Zukunft will der 23-jährige bei Showevents sein Können auf der Bühne zeigen. Und nebenbei läuft auch noch die Ausbildung zum Friseurmeister. „Das ist ein bisschen viel, aber mir macht es Spaß“, sagt der neue Mitarbeiter des Haarstudios am Brückenort. Im Betrieb will er jetzt „einfach nur arbeiten“, Chefin bleibt Nicole Jülicher. Aber ihr Sohn wird sicher helfen, den eigenen Anspruch umzusetzen: „Man muss immer innovativ sein“, betont sie ein Familienmotto.

Lange Geschichte

Als Wilhelm Karcisky nach dem ersten Weltkrieg im Jahr 1918 gleich am heutigen Standort den Betrieb der Familie Bienert übernahm, nannte er sich noch Barbier und Bader. „Im Keller stand eine große Zinkwanne, in der die Leute badeten“, erzählt Nicole Jülicher. Zu den Aufgaben gehörten damals auch das Schröpfen und die Behandlung mit Blutegeln. Es folgten 1950 Wilma und Werner Karcisky, der montags zusätzlich als Berufsschullehrer arbeitete. Rita und Günter Risto übernahmen das Haarstudio 1976, ihre Tochter Nicole Jülicher ist seit 2001 verantwortlich für den Betrieb mit fünf Mitarbeiterinnen.

An diesem Dienstag kommt mit Lars Jülicher ein männlicher Kollege in den Betrieb. Der geht mit viel Energie ans Werk: „Ich habe vieles ausprobiert von Industriekaufmann bis Kindergärtner. Aber Friseur ist definitiv das Beste und Schönste für mich, das, was mir am meisten Spaß macht“. Es liege eben einfach in der Familie, sagt seine Mutter: „Ich habe ihn oft gefragt, ob er sich sicher ist, und er hat immer ja gesagt“.


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