Sommerkulturprogramm fortgesetzt Jenssens Stimme ragt am Lutterdamm in Bramsche heraus

Von Holger Schulze

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Ihre Stimme macht C.our.Age so besonders: Sängerin Sylvia Jenssen. Foto: Holger SchulzeIhre Stimme macht C.our.Age so besonders: Sängerin Sylvia Jenssen. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Mit einem Keyboarder weniger als noch vor vier Jahren in Hesepe, jedoch unverändert couragiert und rockig setzte die Band „C.our.Age“ das Sommerkulturprogramm in der Schützenhalle am Lutterdamm fort.

Nachdem das Donnerstagkonzert auf dem Kirchplatz ein bisschen regnerisch-feucht verlief, hatte sich das Quintett „C.our.Age“ für einen Auftritt im Gebäudeinneren entschieden . Den rund 100 Zuhörern blieb aber die Wahl, der Band von draußen oder – etwas geschützter – im Nebenraum der Schützenhalle zuzuhören.

Bereits seit 20 Jahren existiert übrigens die Band, damals noch unter dem Namen Courage auftretend. Nun ist man inzwischen älter geworden, und der Bandname wurde dementsprechend ein wenig modifiziert. Seine Bedeutung lässt sich über die phonetische Lesart mit „See our Age“ leicht erschließen. Doch aufs Altenteil gehört diese Gruppe noch lange nicht. Keinesfalls angegraut oder gar altersmüde startete das Männerquartett um Sängerin Sylvia Jenssen von Beginn an richtig durch.

Dabei hielt der Auftrittsort mit seiner niedrigen Decke eine echte Herausforderung für die Technik am Mischpult bereit. Schallschluckender Stein, flankiert von der Holzvertäfelung an den Wänden. Hier das in der Raummitte „ausjustierte“ Klangbild zu erzeugen, setzte schon Können an den Reglern voraus.

Neben Sylvia Jenssen waren Ralf Gravemann am Keyboard, Dirk Schwan am Schlagzeug, Jürgen Mathes an der Gitarre und Volker Warskulat am Bass und mit der Stimme aktiv. Das Programm der Band bestand aus bekannten Stücken – von damals. Ob bei Titeln von Prince, Atlantis oder Janis Joplin , aber auch bei den vereinzelt eingefügten Eigenkompositionen, das tragende Element der Show von „C.our.Age“ ist die Stimme von Sylvia Jenssen. Sie liefert mit ihrem voluminösen, ausdrucksstarken und kraftvollen Organ das Hauptpfund, mit dem die Band wahrlich wuchern kann.

Publikum war angetan

Zum Markenzeichen ihrer männlich besetzten Begleitcombo zählten ausgespielte Instrumentaleinlagen innerhalb der einzelnen Stücke, mit denen „C.our.Age“ sich wohltuend von einer reinen Coverband abhob und beträchtliche Anteile eigener Musikalität dem breit gestreuten Songmix angedeihen ließ. Entsprechend positiv waren die Reaktionen aus dem Publikum.

Jasmin Meyran bewertete den Auftritt mit „super gute Musik, die sollten auf eine größere Bühne . Die Sängerin hat eine richtig gute Rockröhre.“ Auch Malte Terhalle verwendete „super“ in seinem Meinungsbild über die Gruppe. „Die Veränderung der Location ist ganz nett, und es macht richtig Spaß hier. Auch die Stimmung ist insgesamt gut“, zeigte auch er sich mit dem Abend bei den Neustädter Schützen bestens zufrieden. Julius Kamp hob ebenfalls die „ausgesprochen nette Stimmung“ sowie die „netten Leute“ hervor. „Man kann sich auch gut unterhalten. Die Akustik wäre allerdings draußen besser gewesen“, so der junge Achmeraner, dessen Altersklasse an diesem Abend übrigens zu einem verhältnismäßig großen Anteil anwesend war.


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