Interview mit Sophie Krause Junge Bramscherin will Kindern in Afrika helfen

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Sophie Krause geht für ein Jahr nach Togo. Foto: Heiner BeinkeSophie Krause geht für ein Jahr nach Togo. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Nach bestandenem Abitur plant Sophie Krause ab September ein freiwilliges soziales Jahr, wie viele andere auch. Sophie allerdings geht nach Afrika. Was sie dort tun will und warum sie genau diese Aufgabe reizt, erklärt die Bramscherin im Interview.

Sophie, im September beginnen Sie ein freiwilliges soziales Jahr im Sinai-Waisenhaus in Kpalimé in Togo, Westafrika. Warum Freiwilligenarbeit, und warum in Afrika?

Ich wollte schon immer so etwas nach dem Abitur machen, Au Pair oder Freiwilligendienst. Und ich wollte schon immer eine andere Kultur kennenlernen, also nicht nur in Europa. Ich dachte, Afrika ist so der größte Kulturunterschied zu Europa. Das wird auch in Asien oder Südamerika angeboten, aber ich wollte nach Afrika.

Warum haben Sie sich für ein Weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung entschieden?

Das wird vom IJGD (Internationaler Jugendgemeinschaftsdienst) organisiert. Mein Vater hat vor 30 Jahren mal so Workshops beim IJGD gemacht. Dann habe ich halt bei dieser Seite mal geguckt und da werden ganz viele Programme angeboten. Dieses Angebot hat sich ganz passend angehört.

Was ist bei diesem Angebot das Besondere?

Man ist ein ganzes Jahr in dieser Einrichtung und ist mit sieben oder acht anderen Leuten in der Stadt. Man kommt in direkten Kontakt mit den Einheimischen. Man lernt die deshalb kennen und weiß dann halt, wie es ist, dort zu leben.

Was wissen Sie jetzt schon über dieses Waisenhaus?

Das gibt es seit 2012 und da sind Kinder zwischen null und sieben Jahren. Momentan sind es glaube ich 28 Kinder. Wer älter als sieben Jahre ist, kommt in Pflegefamilien. Im Waisenhaus werde ich die Kinder betreuen. Mir geht es darum, Vorurteile abzubauen und dazu beizutragen, dass die Kinder lernen, Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Ich hoffe, dass die dann später in einem Land leben können, aus dem sie nicht fliehen müssen.

Warum muss bei diesem Programm jeder Teilnehmer einen Eigenanteil ausdrücklich über Spenden beisteuern?

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung übernimmt 75 Prozent der Kosten, weil es den kulturellen Austausch fördert. Der IJGD übernimmt nur die Vermittlung und zahlt selbst nichts. Deshalb müssen die Freiwilligen 25 Prozent der Kosten übernehmen. Weil der IJGD sagt, dass es die Eigeninitative der Teilnehmer fördert und dadurch das Programm auch in der Öffentlichkeit bekannter wird, soll das über einen Förderkreis geschehen.

Haben Sie Ihren Förderkreis schon zusammen?

Teilweise. Der Eine Welt-Laden wird etwas spenden. Außerdem habe ich Verwandte angesprochen und die Caritas will das unterstützen. In Förderkreislisten muss festgehalten werden, wer etwas spendet.

Wer Ihnen da helfen will muss was tun?

Am besten eine E-Mail an sophie.krause@greselius.net schreiben.

Am 3. September geht es los. Da steigt die Anspannung allmählich, oder?

Ja, schon. Im Mai war schon ein Vorbereitungsseminar für den Aufenthalt. Da waren auch Leute aus Togo dabei die ein bisschen erzählt haben. Es waren auch vier Leute dabei, die ebenfalls nach Togo in diese Stadt gehen. Ich bin mal gespannt, wie das wird. Ich weiß nicht so richtig, was mich erwartet.


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