Flüchtlingsfamilien eingeladen Bramscher Baseballcamp dient der Integration

Von Holger Schulze


Bramsche. Am Sonntagnachmittag wurde das 6. Baseballcamp der Evangelisch-Freikirchlichen-Gemeinde auf dem Wiederhall eröffnet. Noch bis Samstag lernen dort rund 130 Kinder und Jugendliche unter der Anleitung von 12 Trainern aus Texas den amerikanischen Volkssport. Das Camp selbst steht unter der Schirmherrschaft von Heiner Pahlmann.

„Gut, dass wir uns als mehr fußballorientiertes Land dieser Sportart ein wenig nähern und über den Tellerrand hinaus blicken“, stellte der Bürgermeister bei seiner Eröffnungsrede fest und richtete seinen Blick auch auf die anstehenden Präsidentschaftswahlen in Amerika . „Wir beobachten sehr genau diesen Wahlkampf in den USA und hoffen auf eine weltoffene Präsidentin oder einen Präsidenten die beziehungsweise der nicht polarisiert“. Ferner sah Heiner Pahlmann im Baseballcamp eine „Völkerverständigung auch über den Sport“.

Integration durch Kontakt

Doch nicht nur der Sport ist Bestandteil dieser Woche, wie Pastor Olaf Petzel und Frank Ludwig als Organisator näher erläuterten. Nicht das Gewinnen sei das primäre Ziel, sondern der soziale Umgang miteinander, war von ihnen zu erfahren. Insbesondere wurden erstmals zehn unbegleitete jugendliche Flüchtlinge sowie Kinder aus bereits in Bramsche angesiedelten Flüchtlingsfamilien zur Teilnahme eingeladen.

„Integration durch den Kontakt von Jugendlichen untereinander“, lautet das Motto.

Aufgeteilt in Teams trainieren morgens die neun bis 15-jährigen Teilnehmer die verschiedenen Wurf- und Schlagtechniken. Nachmittags sind dann die 16 bis 21-Jährigen an der Reihe, sich für den Turniersamstag fit zu machen. Am Mittwoch können zudem die Eltern zeigen, wie sie mit Schläger und Ball umzugehen in der Lage sind.

Campabende

Umrahmt werden die Tage durch so genannte „Teamtimes“ und „Campabende“. Das sind Zeiten, in denen Pastor Olaf Petzel „den christlichen Glauben, wie wir ihn verstehen“ näherbringen will sowie mittels „Gesprächen anhand von Bibelstellen die Beziehung zwischen dem Glauben und den realen Leben zu vermitteln. Diese Themen werden an den Abenden nochmals im Tagesrückblick aufgegriffen“. Hierzu sind auch wiederum die Eltern willkommen.

Wie es während des Trainings zugeht, das schilderte Doug Cassady, Leiter von „Synergie Baseballcamps“, die das Equipment von einem Camp zum anderen befördert, rückblickend auf seine in den vergangenen Jahren gemachten Erfahrungen wie folgt: „Es ist immer schön hier zu sein und großartig zu sehen, dass die Jugendlichen mehr über Baseball erfahren. Es entstehen dabei wunderbare Freundschaften. Auch reden wir viel über die wichtigen Dinge des Lebens anhand von geistigen, freundschaftlichen und familiären Themen.


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