In St.-Martin-Kirche Bramsche: Landessuperintendent predigte im Gottesdienst

Von Holger Schulze

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Für die Predigt bei einer weiteren Ausgabe der „Guck-mal-wer-der-spricht“ - Gottesdienste hat Superintendent Hans Hentschel (rechts) den Landessuperintendenten aus Emden, Dr. Detlef Klahr, auf die Kanzel gebeten. Foto: Holger SchulzeFür die Predigt bei einer weiteren Ausgabe der „Guck-mal-wer-der-spricht“ - Gottesdienste hat Superintendent Hans Hentschel (rechts) den Landessuperintendenten aus Emden, Dr. Detlef Klahr, auf die Kanzel gebeten. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Bei einer weiteren Ausgabe der „Guck-mal-wer-da-spricht“-Gottesdienste in der St.-Martin-Kirche Bramsche stand am Sonntag Dr. Detlef Klahr, Landessuperintendent aus Emden, auf der Kanzel.

„Was meinen Glauben prägt und trägt“ lautete erneut die übergeordnete Thematik dieses etwas anderen Gottesdienstes , bei dem überwiegend externe Geistliche aus der Landeskirche die Predigten übernehmen. Querflöte und Gitarre ersetzten diesmal beim Auftakt des Gottesdienstes die Orgel mit sommerlich inspirierter Leichtigkeit.

Bestandteile des Glaubens

Bei den zum festen Bestandteil dieser Gottesdienstreihe zählenden Beiträgen aus der Mitte der Gemeinde zum Thema, was individuell den Glauben prägt und trägt, wurde die Tatsache genannt, „dass immer jemand da ist, wenn ich jemanden brauche, aus der Familie oder der Gemeinde. Wenn ich Hilfe brauche, schickt mir Gott einen Menschen“. Erneut tauchte die fromme Großmutter als das den Glauben prägende Vorbild in einer weiteren Schilderung auf. Auch die Besuche der Kindergottesdienste mit ihren „wunderschönen Geschichten in den weiten Kirchenräumen“ kamen zur Sprache. Ferner das Glück, in einer christlichen Familie groß geworden zu sein und dazu gehören zu dürfen, verbunden mit der Möglichkeit, durch den Glauben bei Schicksalsschlägen Kraft schöpfen zu können.

Ein Prediger mit Humor

Detlef Klahr ist ein Prediger mit Humor , der im Folgenden mit heiterem Vokabular wie auch sehr autobiografisch drei wesentliche Grundpfeiler seines Glaubens preisgab. An erster Stelle stand für ihn der Glaube an Jesus Christus als ein Geschenk, das ihm in Zeiten der eigenen Konfirmation geschenkt wurde. Mit 14 Jahren fühlte Klahr „im Herzen die Verbundenheit mit Jesus“ und den Wunsch, auch nach der Konfirmation mit ihm in intensivem Kontakt zu bleiben. Dieser Glaube lasse sich nicht erzeugen oder gar erzwingen. „Doch wer glaubt, ist beschenkt“, so Klahr. Der Glaube an Jesus Christus setze allerdings eine bewusste Entscheidung voraus. Beginnend mit dem 14. Lebensjahr und danach war diese bewusste Entscheidung für den Landessuperintendenten möglich.

Den Glauben bezeugen

Zum tragenden Element seines Glaubens zählte Klahr zweitens, „dass es Menschen gibt, die den Glauben bezeugen, Menschen wie du und ich. Dass wir Menschen haben, die Zeugen für uns sind. Die erkennbar sind, in dem, was sie glauben. Wie deutlich zeigen wir in dieser Welt, auf welcher Seite wir stehen gegenüber der Nachbarin oder dem Arbeitskollegen? Vielleicht nicht unbedingt durch Worte, sondern auch durch Taten. Heute, wenn wir Zeugen sein wollen, stehen wir vor Aufgaben wie den Menschen in Not, wie Gemeinde zusammenwächst, stehen wir vor einer Kirche die sich verändert sowie vor der Herausforderung, dass wir als Christen zusammenkommen, unabhängig von der jeweiligen Konfession.“

Als dritte Stütze seines Glaubenslebens nannte Klahr: „Gott zu loben, statt zu jammern, dass das Geld nicht reicht, dass man neue Strukturen braucht. Vielleicht fehlt uns manchmal das Loben, dieses Gott loben für das, was er an uns getan hat. Ihn zu loben ist die beste Form von Gott zu reden“, hielt Klahr zum Ende seiner Predigt fest. In den Liedern und Gedichten läge soviel Glauben. „Singt doch viel mehr und lasst auch die Anderen wissen, was Euch fröhlich macht im Leben“, forderte Klahr die Gemeinde auf. Und ging selbst beispielhaft voran, indem er ein Solo von der Kanzel herab anstimmte.

Bei Christus bleiben, Zeugnis geben, aber auch empfangen sowie das Loben nicht vergessen, dies waren zusammengefasst die Bausteine, die den Glauben des Landessuperintendenten prägen und tragen.


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