Auf Kirchplatz und am Hasesee Musikalischer Doppelpack bei Bramscher Sommerkultur

Von Holger Schulze

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Bramsche. Musik im Doppelpack bei der Sommerkultur 2016 in Bramsche: Am Freitag spielte zunächst die Tom Browne Band auf dem Kirchplatz, am Sonntag dann Ann gets Rhythm im Café am Hasesee.

Nachdem bei der Eröffnung des aktuellen Sommerkulturprogramms die Schirme fast weggeblasen wurden, herrschte am Freitag Wetteroptimismus auf dem Kirchplatz, guter Besuch und eine entsprechende Stimmung. Wegen König Fußball verschob man das traditionell am Donnerstag stattfindende Kirchplatzkonzert um einen Tag. Ebenfalls diesmal neu, der Sponsor des Abends. Die Firma DSM hatte die Tom Browne Band auf die Bramscher Bühne verpflichtet.

Elvis, Sinatra, Beatles

Titel von Elvis, Sinatra und den Beatles, von ABBA, Madonna und Michael Jackson, bis hin zu Robbie Williams, Amy Winehouse, Jan Delay, Lena oder Udo Lindenberg, aber auch eigene Songs sowie kölsche Hits umfasst das Repertoire der Formation um Gerrit Obermann, der den Frontpart innehatte. Michael Schneider, Posaune und Gesang, Bert Brendel ,Saxophon, Timi „Hendrix“ Haenelt, Gitarre und Gesang, Martin Szalay Bassist sowie Andreas „Piet“ Pietralczyk am Schlagwerk vervollständigten das Sextett.

Es ging gleich funkig los mit einem bandeigenen Arrangement von „Purple rain“. Bereits beim ersten Titel wurde vor der Bühne getanzt. Rund 30 Jahre Banderfahrung und mit Gerrit Obermann ein professioneller Moderator ließen es vom ersten Titel an energiegeladen und exaltiert abgehen.

Doch die Tom Browne Band kann es nicht nur rasant laufen lassen. Ein zwischendurch eingestreutes Liebeslied gab erste Hinweise auf die Vielseitigkeit der Formation. Rheinisches Temperament, die Bandmitglieder leben überwiegend im Großraum Köln-Bonn, gepaart mit musikalischer Professionalität, präsentierten dem Publikum durchweg tanzbare Stücke Schlag auf Schlag.

Es wird getanzt!

Die Band zeigte, dass sich das bei Udo Lindenberg getragen anhörende Stück „Cello“ auch aufgefrischt dynamischer interpretieren lässt. Die Markenzeichen der Tom Browne Band sind eindeutig der eigene Drive sowie akustische Modifikationen. Ob beim „Halleluja“ oder beim „Su lang mer noch am Lääve sin“ von Brings und ebenso bei „Heroes“ von David Bowie gelang es der Band immer wieder durch Tempoveränderungen und Rhythmusverschiebungen, gemixt mit der satten Präsenz der Bläser sowie einstudierten Dissonanzen in den bekannten Covertiteln solche Verfremdungen einzubauen, dass diese dadurch schon wieder andere Charaktermerkmal aufwiesen.

Die Tom Browne Band spielte zudem mit einer über den normalen Zeitrahmen eines Kirchplatzkonzertes hinausreichenden Kondition. Und wurde nach Anbruch der Dunkelheit von einer immer größer werdenden Gruppe von Tänzern in ihrem Tun bestätigt.

Duo am Hasesee

Nicht nur vom Ambiente her gesehen ein Glückstreffer war am Sonntag eine weitere Ausgabe des Sommerkulturprogramms. Im Außenbereich des Cafés am Hasesee trat das Duo Ann gets Rhythm auf.

Vom leichten Wind bewegtes grünes Blätterwerk unter überwiegend weiß-blauem Himmel. Im Hintergrund entspannte Minigolfspieler. Miteinander scherzende Paare oder plaudernde Gruppen auf den Sitzgelegenheiten. Ein nebenbei die Zeitung lesender Genießer und dazu, von der Bühne aus zu vernehmen, die Gitarre von Ralf Franke sowie der gefällige Gesang von Annette Hessel, idealtypischer kann ein unbeschwerter Vormittag in gelassener Biergartenatmosphäre kaum sein.

Möglich gemacht hatte dies Mecki Thiele, erst seit dem 15. Januar als Pächterin im Café am Hasesee aktiv. „Ich finde die Veranstaltungsreihe sehr gut“, begründete sie ihren schnellen Einstieg als Mitveranstalterin beim Sommerkulturprogramm. „Unser Ambiente passt auch. Das Gelände ist einladend und vermittelt eine entspannte Atmosphäre. Die Band ist klasse. Wenn es jetzt noch ein paar Grad wärmer wäre, wäre es einfach nur perfekt.“

Urlaubsfeeling

Akustik-Cover von bekannten Pop Songs, mal älter mal aktueller, doch immer handgemacht, standen auf der Setliste der beiden Berufsmusiker. Ann gets Rhythm musizierte in einem unspektakulären, leichtläufigen Interpretationsstil.

Die Stücke von Simon & Garfunkel, den Beatles, Amy Winehouse und etlichen weiteren Interpreten, dazu die ruhige, warm-weiche, bei Bedarf auch soulige Stimme von Annette Hessel, kombiniert mit einer insgesamt heiteren Vortragsweise machten die Vormittagsstunden in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hasesee zu einem Ausflug in ein Urlaubsfeeling direkt vor der Haustür.


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