Naturwissenschaften und Musik Sanierungsarbeiten im Bramscher IGS-Gebäude

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Bramsche. Presslufthammerlärm, Staubschutzwände, stapelweise Bauschutt - der Landkreis lässt im IGS-Gebäude im nächsten halben Jahr die Naturwissenschafts-, Musik und Kunsträume für insgesamt 1,8 Millionen Euro sanieren. Die Vorarbeiten haben bereits begonnen.

In den vergangenen Jahren glich das damals noch städtische Gebäude der Realschule immer wieder einer Baustelle. Obergeschosse und Verwaltungstrakt wurden saniert und angebaut. Es folgte die gemeinsame Mensa von Realschule und Gymnasium. „Die Stadt Bramsche hat immer wieder viel Geld in die Hand genommen“, sagt der kommissarische IGS-Leiter Thomas Behning anerkennend. Was jetzt in Angriff genommen wird, basiert ebenfalls auf Plänen, die das Architektenbüro Hüdepohl/Ferner im Auftrag der Stadt und in Zusammenarbeit mit der Realschule erstellt hatte. Angesichts der sich anbahnenden Entscheidung für eine IGS in Landkreisträgerschaft hatten die politischen Gremien der Stadt allerdings von der Umsetzung Abstand genommen.

Jetzt kommt die seit Jahren überfällige Sanierung der Naturwissenschaftsräume endlich . Ein Hörsaal war aus Sicherheitsgründen bereits gesperrt worden, Regenwasser hat in vielen Räumen unübersehbare Schäden hinterlassen. Auch unter energetischen Gesichtspunkten war der Trakt ein klarer Sanierungsfall.

„Wir setzen klare Schwerpunkte im musisch-kulturellen und im naturwissenschaftlichen Bereich“, sagt Behning. Das soll sich nach Abschluss der Arbeiten im Raumkonzept widerspiegeln. „Dabei wurden die Planungen der Stadt eins zu eins übernommen“, freut sich Jörg Kreye, stellvertretender Leiter der Realschule, der seinerzeit eng in die Entwicklung eingebunden war.

Musiksäle bis zum 1. August nutzbar

Mit Hochdruck wird derzeit schon an den beiden Musiksälen gearbeitet. „Die sollen bis zum 1. August nutzbar sein“, zeigt sich Behning zuversichtlich. Die Räume erhalten einen neuen Estrich aus Fließasphalt, die Böden werden auf das Niveau der Aula angehoben. Dadurch und durch eine neue zweiflüglige Tür kann der Flügel bei Veranstaltungen problemlos aus den Musiksälen in die Aula geschoben werden. „Bislang war die Musik doch etwas beengt untergebracht“, stellt Behning fest. Percussion-Instrumente, Keyboards, eine Soundanlage und zudem Präsentationstechnik auf dem neuesten Stand sollen dafür sorgen, „dass Musik Spaß macht“, so Behning weiter. Zwei Fachlehrer für Musik werden ab dem neuen Schuljahr das IGS-Kollegium ergänzen, aber auch eine Zusammenarbeit mit freien Trägern könnte sich der Schulleiter vorstellen.

Im Zuge der Sanierung soll die Schülerbibliothek ins Erdgeschoss in die Nähe der Aula wandern. Nach den Sommerferien werden die Schüler allerdings zunächst auf die Buchausleihe verzichten müssen. Die Bücher werden eingelagert, weil die Realschule im kommenden Schuljahr durch Nachmeldungen doch dreizügig wird und die Bibliothek als zusätzlichen Klassenraum nutzt.

Keine Hörsäle mehr

Den größten Anteil an den Bauarbeiten macht aber der Naturwissenschaftstrakt aus. Gemeinsam mit einem Fachmoderator der Landesschulbehörde wurde das vorliegende Konzept überprüft. Ergebnis: Die Pläne bleiben im Wesentlichen, wie sie sind. Es entstehen insgesamt sechs Räume, jeweils zwei für Biologie, Chemie und Physik. Hörsäle wird es nicht mehr geben. „Sie entsprechen mit ihrer Ausrichtung auf Frontalunterricht nicht mehr unseren Vorstellungen von Pädagogik“, unterstreicht Behning. Alle Räume erhalten digitale Tafeln.

Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis

Die Organisation des naturwissenschaftlichen Unterrichts im nächsten Schulhalbjahr fordert eine intensive Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis, aber auch zwischen den betroffenen Schulen. Volker Trunt vom Landkreis Osnabrück, der das Projekt betreut, sieht darin aber kein Problem. Stadt Bramsche und Landkreis hätten unter anderem beim Bau der Mensa bereits positive Erfahrungen gesammelt .

Unterricht für Realschüler an der Heinrichstraße

Konkret wird sich während der Bauarbeiten folgende Situation ergeben: Die Unterrichtsmaterialien wurden gesichtet, eingelagert und, wenn veraltet, aussortiert . Der Naturwissenschafts-Unterricht der IGS wird in den Klassenräumen stattfinden. Die Realschüler werden sich während der Bauphase wenigstens zum Teil auf Biologie, Chemie und Physik in den Fachräumen der Hauptschule an der Heinrichstraße einstellen müssen. Zurzeit laufen Gespräche über die Kapazitäten. Den Schülertransport übernimmt die Stadt Bramsche als Schulträger.


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