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Notfälle an der Hase Bramscher beklagen mangelhafte Haltung von Schafen

Von Björn Dieckmann

In der Hase landen hin und wieder Schafe, die es dann schwer haben. von allein wieder heraus zu kommen. Foto: DeteringIn der Hase landen hin und wieder Schafe, die es dann schwer haben. von allein wieder heraus zu kommen. Foto: Detering

Bramsche. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat bestätigt, dass es derzeit Schwierigkeiten mit einem Schäfer gibt, der Tiere an der Hase weiden lässt.

Der NLWKN hat Verträge mit unterschiedlichen Schäfern zur Beweidung von Dammabschnitten an der Hase abgeschlossen, heißt es in der schriftlichen Antwort auf eine Anfrage unserer Redaktion. Bei einem der Halter sei ein schlechter gesundheitlicher Zustand der Tiere von den Mitarbeitern des Landesbetriebs festgestellt worden.

„Schäfer für Versorgung verantwortlich“

Der NLWKN sei an der Hase für die Einzäunung zuständig, Mobilzäune setze der Schäfer allerdings selbst. „Für eine ausreichende Versorgung der Schafe z. B. mit Wasser ist der Schäfer selbst verantwortlich“, betont die Pressestelle des Landesbetriebs. Die Schafe seien Eigentum des Schäfers und dieser sei für den gesundheitlichen Zustand der Tiere verantwortlich.

„Mehrfach auf Missstände hingewiesen“

„Wir haben den Schäfer mehrfach auf die Missstände hingewiesen und werden jetzt erneut ein Gespräch mit ihm führen“, heißt es in der Mitteilung. Und weiter: „Wir gehen davon aus, dass sich in Zukunft der gesundheitliche Zustand der Schafe verbessert. Falls sich das nicht bestätigt, behalten wir uns weitere Schritte vor. Mitarbeiter des NLWKN sind ohnehin zur Gewässerunterhaltung regelmäßig vor Ort und werden die Situation intensiv beobachten.“

Bramscher retteten Tiere

In der vergangenen Woche hatte eine Gruppe von Bramschern den Vorwurf erhoben, dass die Schafe an der Hase im Bereich der Nordtangente nicht ausreichend betreut würden. Die Herde habe schutzlos in der prallen Sonne gestanden. Mehrere Tiere hätten erschöpft im Wasser gestanden und es aus eigener Kraft nicht mehr ans Land geschafft. Die Passanten, die mit ihren angeleinten Hunden auf der gegenüberliegenden Seite der Hase unterwegs waren, berichteten von verletzten Tieren, eines sei bereits ertrunken. Ähnliche Szenen hätten sie bereits mehrfach beobachtet.

Die betroffenen Tiere gehören nicht dem Schäfer Norbert Stehmann aus Thiene, wie wir in der vergangenen Woche irrtümlich berichtet haben. Stehmanns Herde weidet an der Hase im Bereich des Tuchmacher-Museums in Richtung Pente. Auch von Lesern wurde bestätigt, dass sich Stehmann sehr sorgsam um seine Tiere kümmere.

Feuerwehr im Einsatz

Gleich zweimal musste zuletzt die Feuerwehr Sögeln ausrücken, um Schafe aus der Hase zu retten. Drei Tiere konnten dabei am Wochenende lebend an Land geholt werden, zuvor war ein Tier bereits verendet. Ortsbrandmeister Wilhelm Brickwedde meint aber, dass der doppelte Einsatz innerhalb kurzer Zeit eher Zufall sei. Die Alarmierungen zur Tierrettung seien nicht mehr geworden als in früheren Jahren.

*Dieser Text ist nach dem ersten Erscheinen umfassend überarbeitet worden. Die untenstehenden Kommentare beziehen sich auf die erste Fassung*