Aufnahmen für TV-Magazin „Werkstatt Zukunft“ auf dem CSA-Hof Pente

Von Holger Schulze

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Auf dem Podium diskutierten (v.l.) Hans-Joachim Meyer zu Felde, Karsten Padeken, Julia Hartkemeyer, Barthel Pester, Tobias Hartkemeyer, Titus Bahner, Henning Aumund, und Michael Lübbersmann über die vielschichtigen Perspektiven einer nachhaltigen Landwirtschaft. Foto: Holger SchulzeAuf dem Podium diskutierten (v.l.) Hans-Joachim Meyer zu Felde, Karsten Padeken, Julia Hartkemeyer, Barthel Pester, Tobias Hartkemeyer, Titus Bahner, Henning Aumund, und Michael Lübbersmann über die vielschichtigen Perspektiven einer nachhaltigen Landwirtschaft. Foto: Holger Schulze

Pente. Für das TV-Magazin „Werkstatt Zukunft“, das in den Regionalsendern „Oldenburg eins“ und „Radio Weser TV“ ausgestrahlt wird, fanden am Freitagabend Dreharbeiten auf dem CSA-Hof Pente statt. Bei der Aufzeichnung im Wohnzimmer der Familie Hartkemeyer ging es diesmal um die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft.

Neben den Gastgebern Julia und Tobias Hartkemeyer, die auf ihrem Biobetrieb „biologisch-dynamisch landwirtschaften“ , nahmen der Biolandwirt Henning Aumund, der Vorstand der Kulturland-Genossenschaft Titus Bahner, Hans-Joachim Meyer zum Felde als Vorsitzender der „Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof“, der konventionell wirtschaftende Landwirt Karsten Padeken sowie Landrat Michael Lübbersmann an der von Barthel Pester vom „Werkstatt Zukunft“-Team moderierten Diskussionsrunde teil. Musikalisch begleitete Ben Roth die Veranstaltung.

„Wir sind ein gemeinnütziger Haufen aus Oldenburg“, stellte Pester vor dem Beginn der Aufzeichnung die „Werkstatt Zukunft“ vor. Diese Gemeinschaft von Ehrenamtlichen befasst sich auch unter professioneller Medieneinbindung mit den vielfältigsten Zukunftsfragen, unter anderem aus den Bereichen Umwelt, Frieden, Bildung, Wirtschaft oder Jugend.

In zwei Diskussionsrunden sowie einer Abschlussrunde berichteten die Akteure über das jeweilige Aufgabengebiet, das von ihnen vertreten wird. Da trafen konventionelle und biologisch-dynamische Landwirtschaft aufeinander. Wurde über den Umgang mit konventionell bewirtschaftetem Grünland ebenso berichtet wie über den Versuch, Landflächen dem Zugriff von Investoren zu entziehen und ökologisch arbeitenden Höfen zur Verfügung zu stellen.

Michael Lübbersmann nutzte die Gelegenheit, um die „Metropolregion Nordwest“ vorzustellen, einem „Zusammenschluss von 16 Landkreisen und Kreisfreien Städten, fünf Industrie- und Handelskammern sowie den Ländern Niedersachsen und Bremen, um Stärken der Region weiter nach vorne zu tragen“. Ferner gab der Landrat schlagwortartige Einblicke in die so genannte „Bioökonomie“, eine Entwicklungsstrategie der Land- und Ernährungswirtschaft, die auf Wissensvernetzung setzt.

Außerdem wurde der Bauernhof als Lernort für Kinder und Erwachsene angesprochen. Auch die Vorstellung der gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaft, wie sie auf dem CSA-Hof von Julia und Tobias Hartkemeyer betrieben wird, fand in der TV-Aufzeichnung ihren Raum.

Zu den Quintessenzen der Diskussionsrunde zählten Voten wie, dass „wir in einer Zeit des Umbruchs leben, in der es gilt, viel Neues zu entwickeln“. Bezogen auf eine nachhaltige und auch erfolgreiche Landwirtschaft wurde die Notwendigkeit zur Transparenz betont. Julia Hartkemeyer hielt fest: „Man braucht Vertrauen auf der Seite der Erzeuger wie auf der der Verbraucher. Die Landwirtschaft muss verstanden werden. Wer Wertschätzung haben will, muss das, was man tut, verständlich machen“.

Und abschließend gab Moderator Barthel Pester im Hinblick auf den Regionalitätsgedanken im Handel das Motto aus: „Wer weiter denkt, kauft näher ein“.


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